Eine Regennacht im Klafferkessel

Mit dem Zauberwort Klafferkessel lockt mich Orotl von meiner eigentlich geplanten (Mehrtages-)Tour weg. Dort wollte ich schon immer mal hin.

Der Plan lautet wie folgt: Parkplatz Riesachfälle – Gollinghütte – Greifenberg (2618m) – Klafferkessel (dort Biwak) – Preintalerhütte – Hohe Wildstelle (2747m) – Riesachfälle – Parkplatz.

Während ich schon bei der Gollinghütte sitze, nimmt sich Orotl mehr Z
Während ich schon bei der Gollinghütte sitze, nimmt sich Orotl mehr Zeit für den Weg

Das bedeutet am ersten Tag gemütliches Wandern ohne Stress. Wir haben genug Zeit, um die Gegend zu genießen, ohne um irgendwelche Hüttenplätze fürchten zu müssen. Die Gollinghütte ist bald erreicht – schnell Supperl, Radler und Kuchen einwerfen! Der weitere Aufstieg erfolgt im vermeintlich gemütlichen Tempo, Orotl gestikuliert jedoch heftig mit der Faust, als er im Greifenbergsattel endlich nachkommt), nach einer Sonnenpause im Sattel geht es weiter auf den Gipfel des Greifenbergs.

Blick vom Greifenberg in den Klafferkessel
Blick vom Greifenberg in den Klafferkessel
Detail Klafferkessel
Detail Klafferkessel

Die Aussicht in den Klafferkessel ist wahrhaft sensationell! Runterzuschauen gefällt mir fast noch besser als unten „vor Ort” herumzuspazieren.

Im Klafferkessel angekommen findet sich schnell ein – leider nur scheinbar – geeigneter Biwakplatz. Orotls Zelt und mein Biwaksack sind schnell einsatzbereit. Bereits um 19 Uhr beginnt es zu tröpfeln, also ab in die Kiste.

Orotl beim Aufbau seines Ultraleichtzelts
Orotl beim Aufbau seines Ultraleichtzelts

Da es die ganze Nacht durchregnet, verwandelt sich mein Biwakplatz langsam in einen kleinen See. Durch den Reißverschluss meines Biwaksacks dringt nach und nach Feuchtigkeit ein, die der innenliegende Schlafsack dankbar aufnimmt. Somit liege ich bald im feuchten Schlafsack und an Schlaf ist nicht mehr zu denken.

Es wird zwar überraschend wenig kalt (das Wort warm wäre jedoch gänzlich unangebracht) aber Spaß macht mir anderes. Ich verbuche das mal unter Erfahrungen, die man nicht unbedingt machen muss.

Orotl ist mit seinem kleinen Zelt natürlich fein raus…

Mein wahres Problem ist allerdings etwas anderes. Da ich auf Grund der Feuchtigkeit und des Lärms des Regens am Biwaksack kein Auge zutun kann, besteht die Nachtruhe lediglich daraus, auf die Morgendämmerung zu warten. Und da ich keine Uhr im Biwaksack habe, ist es ziemlich zermürbend, stundenlang nicht zu wissen, ob es gerade 23, 2 oder 4 Uhr ist.

Auch ein Orotl wird einmal müde!
Auch ein Orotl wird einmal müde!

In der Früh erkunden wir noch ein wenig die Seenlandschaft und steigen anschließend zur Preintalerhütte ab. Die Hochwildstelle wird dank Schlechtwetter gecancelt. Sie läuft uns ja nicht davon und ich war vor Ewigkeiten eh schon mal oben. Also wird abgebrochen und wir marschieren talauswärts Richtung Riesachfälle.

Den Alpinsteig bei den Riesachfällen können wir uns aber nicht entgehen lassen und kämpfens über diesen gegen dem heraufkommenden Strom an Halbschuhtouristen, Kleinkindern und Hunden. Sehr beeindruckend ist die Hängebrücke am unteren Ende. Diese dient wohl für viele Wanderer im Aufstieg als Einstiegskriterium.

Auf der Heimfahrt machen wir uns noch auf die Suche nach einem Belohnungs-Cordon Bleu, in Gröbming werden wir fündig!

Link: Orotls Bericht.



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