Amundsenhöhe & Pretul

Wir schreiben bereits Ende November und erneut steht ein letztes schönes Bergwochende vor der Tür.

Die im Wald schon recht eisigen Temperaturen lassen mich nach einer sonnigen Wanderung suchen, die Wahl fällt auf die Tour vom Alpl übers Hauereck zu Pretul und Amundsenhöhe.

Startpunkt ist der Parkplatz bei der Waldschule am Alpl (967m). Der Parkplatz ist leer, im Winter ist Peter Rosegger wohl kein Besuchermagnet.

Der erste Aufstieg bis zur Alpl Bundesstraße ist kurz, doch wie erwartet steil. Dafür fallen die weiteren Steigungen für den Rest dieser Tour in den Fischbacher Alpen sehr moderat aus. Bis zum Steinriegel verläuft der Steirische Voralpenweg 740 (hier ident mit dem Zentralalpenweg 02) im Wald, ab dort auf schönen Almrücken.

Weg vom Alpl Richtung Hauereck
Weg vom Alpl Richtung Hauereck

Am Hauereck bin ich überrascht von der Schiliftinfrastruktur, auch die Tafel am Denkmal nebenan spricht von der „Größten Seilbahn Österreichs“. Die Tafel stammt allerdings aus dem Jahr 1923 und der Sessellift ist definitiv neueren Baujahres. Das Schutzhaus am Hauereck ist geschlossen, doch hier einzukehren habe ich ohnehin nicht vor.

Langsam steigend gehe ich weiter bis zum Windenergiepark am Steinriegel wo sich die Windräder der Wienenergie eifrig drehen. In Bodennähe ist es aber windstill, so kann ich hier im T-Shirt die Herbstsonne genießen. Das wird aber nicht so bleiben.

Weiter geht es durch eine sanfte Einsattelung zum Roseggerschutzhaus unterhalb des Pretulgipfels. Bevor ich zur dortigen Peter-Bergner-Warte aufsteige mache ich einen kurzen Abstecher zur Amundsenhöhe (1666m).

Amundsen? Hmmm, da war doch was mit Südpol? Genauso fühlt sich nämlich der mittlerweile aufgekommene eisige Westwind an. Die Amundsenhöhe bietet es keinerlei Windschutz, sie ist ein komplett „runder“ Berg. Wenn man knapp unterhalb des Gipfels steht, meine ich, die Erdkrümmung sehen zu können.

Amundsenhöhe (links) und Pretulgipfel (rechts)
Amundsenhöhe (links) und Pretulgipfel (rechts)
Das Gipfelzeichen auf der Amundsenhöhe
Das Gipfelzeichen auf der Amundsenhöhe
Die Peter Bergner Warte auf der Pretul
Die Peter Bergner Warte auf der Pretul

So verlasse ich den Gipfel schnell wieder in Richtung Pretul, wo ich im Windschatten der Peter-Bergner-Warte (1656m) den mitgebrachten heißen Tee trinke und kurz jausne.

Windräder am Steinriegel
Windräder am Steinriegel

An die Warte selbst habe ich unliebsame Erinnerungen, da sich hier beim letzten Besuch ein schon vorbeigezogen geglaubtes Gewitter in unmittelbarer Nähe (geschätzte 50m) entlud – während ich gerade auf der Warte stand. Ich konnte deutlich den vom Blitz im Geländer induzierten Strom hören und spüren (Haare!). Heute besteht diesbezüglich aber zum Glück keine Gefahr.

Ein wenig wandere ich weiter in Richtung Stuhleck. Doch schon bald, am Geiereck, drehe ich um, um nicht allzulange im Dunkeln absteigen zu müssen. Ich nehme den gleichen Weg zurück, nur ab dem Roten Kreuz variiere ich die letzten Kilometer etwas und gehe via Modertörl und durch den Ort Alpl zurück zum Parkplatz bei der Waldschule.



🙂 Vergiss nicht, den Artikel zu teilen, wenn er dir gefallen hat!

🙂 Mehr davon? Hol dir den Newsletter!

Abonniere jetzt den kostenlosen gipfelrast-Newsletter und du wirst über neue Artikel sofort informiert!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.