Gaugen – Stawipfel

Mein zweiter Tag in der Kreuzeckgruppe beginnt im Gaugenschutzhaus hoch über Greifenburg. Auf der Emberger Alm bekam ich ja bekanntlich kein Zimmer mehr.

War mein gestriger Stützpunkt ein Paradies für Paragleiter, so sind hier die Modellflieger zuhause. Und wie ich schnell feststelle, hegen diese beiden Gruppen eine gewisse Abneigung gegeneinander. Eh gut, wenn sie sich nicht den selben Luftraum teilen…

Vom Gaugenschutzhaus geht es heute auf den Stawipfel, die Annaruhe, den kleinen Stawipfel, Dolzer und Gaugen (sowie ein paar zusätzliche Gipfel zwischendrin).

Die Tour habe ich gestern vom Hochtristen aus erspäht und sie verspricht weite Höhenwege bei relativ moderaten Steigungen.

Schipiste
Schipiste

Nur am Anfang ist’s dafür wirklich steil, denn die ersten 400 Höhenmeter verläuft der Weg auf einer Schipiste kerzengerade nach oben. Die Sonne zeigt in der Früh schon ihre Kraft, dementsprechend schweißtreibend ist der erste Anstieg. Ab der Bergstation des Schlepplifts wird es aber gemütlicher und es geht mal auf mal ab über einen schönen Höhenrücken bis ins Schanitzentörl.

Da gings heute hinauf!
Die Diretissima auf den Stawipfelgipfel

Dort überrascht mich ein hölzerner Wegweiser, der einen direkten Weg auf den Stawipfel anzeigt. Ich hatte eigentlich vor, den Gipfel von Norden aus zu besteigen, von der Annaruhe her. Nach kurzer Überlegen entscheide ich mich doch für die Diretissima, die allerdings auf meiner Karte nicht eingezeichnet ist. Es sind – wie erwartet – durchaus leichte Kraxlereien dabei, ohne Hände geht hier nichts. Aber meine Hauptsorge, nämlich ein steiles Schneefeld in der Ostflanke des Gipfels, stellt sich als unbegründet heraus, denn der Weg führt am Schneefeld vorbei – schnurgerade auf den Gipfel.

Der letzte Anstieg zum Gipfel
Der letzte Anstieg zum Gipfel
Das kleine Gipfelkreuz
Das kleine Gipfelkreuz

Laut Gipfelbuch ein sehr einsamer Gipfel, das Buch ist bereits mehrere Jahre alt und enthält nur ein paar beschriebene Seiten. Ich genieße also meine Ruhe auf diesem 2514 m hohen Platzerl.

Der Übergang zur Annaruhe
Der Übergang zur Annaruhe

Zu einem Problem entwickelt sich jedoch der kurze Übergang auf die Annaruhe. Laut Karte habe ich keine Probleme erwartet, doch schnell finde ich mich mit einer unangenehmen Kletterstelle konfrontiert.

Ich lasse die Vernunft siegen, gehe ein Stück zurück und steige seitlich Richtung Bödensee ab. Was aber nicht weniger heikel ist, dank einiger Schutt- und Schneefelder. Hätte ich den Stawipfel wie geplant von der Gegenrichtung her besteigen wollen, wäre mir dieser nette Gipfel heute wohl entgangen.

Ich bin schon nahe beim Bödensee, da lässt mir die Anna doch keine Ruhe und ich steige die gut 100 Hm wieder hinauf, um die Annaruhe doch noch abhaken zu können. Von dort spaziert ich wieder zurück bis ins Naßfeldtörl und dann geht es über den Kleinen Stawipfel wieder in Richtung Ausgangspunkt.

Doch bevor ich zu meiner Lieblingsschipiste (die auch im Abstieg nicht so toll ist) zurückkehre, schiebe ich noch die Gipfel von Dolzer und Gaugen ein – nicht ohne auf all diesen Gipfeln eine ausgiebige Pause zu machen.

Dann erst geht es zurück zum Auto und ab nach Hause. In der Kreuzeckgruppe hat es mir gut gefallen, da komme ich sicher wieder einmal her.

Ausgangspunkt war etwas unterhalb der Alm ganz rechts
Der Ausgangspunkt liegt etwas unterhalb der Alm ganz rechts, der Stawipfel ist der felsige Gipfel vor den schneebedeckten Bergen, dann besuche ich noch das Naßfeldtörl (der Sattel ganz links)

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3 thoughts on “Gaugen – Stawipfel

  1. Eine tolle Runde hast du da gemacht, hab sie auch schon länger ins Auge gefasst.
    Könntest du vielleicht Wegzeiten bekannt geben?Lg, Birgit

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