Vom Kanal ins Fernsehen

Einsamer Zieleinlauf am Karmeliterplatz
Einsamer Zieleinlauf am Karmeliterplatz

Wie jedes Jahr am Tag des Wassers (22. März) findet in Graz der Wasser- und Kanallauf statt. Ein gemütlicher Lauf – ohne Zeitnehmung – der aber mit einer Besonderheit aufwartet: Etwas über ein Kilometer der Strecke verläuft unterirdisch, eben „im Kanal“.

Und wie jedes Jahr organisiert unser Betriebsrat die Teilnahme, so nehme ich gemeinsam mit ca. 20 KollegInnen am Lauf teil.

Die Bezeichnung Kanal ist allerdings nicht ganz korrekt, es handelt sich um das unter der Erde verlaufende Bachbett des Grazbachs. Dritter-Mann-Feeling kommt trotzdem auf.

Der Start ist beim Wasserwerk in Andritz, nach einer Runde im Wasserwerksgelände geht es hinaus und der Großteil der Strecke verläuft direkt an der Mur, die zweimal gequert wird: zuerst am Pongratz-Moore-Steg, und zurück geht es über die Murinsel.

Der Start verläuft übrigens etwas kurios: noch vor dem „richtigen“ Start sollte ein Startschuss „für die Kameras“ abgegeben werden, dann hätte noch eine kurze Ansprache des Veranstalters/Sponsors gefolgt, und erst danach hätte das Rennen wirklich gestartet werden sollen. Aber natürlich läuft das Feld schon beim ersten Schuss los und – einmal in Bewegung  – sind die 500 Läufer nicht mehr aufzuhalten…

Die ersten unterirdischen Meter
Die ersten unterirdischen Meter

Knapp nach der Augartenbrücke beginnt dann die Kanalstrecke, begleitet von der Zithermelodie, die man aus dem Film Der Dritte Mann kennt. Die ersten Meter laufe ich fast blind, bis sich meine Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben (die Stirnlampe „im Wert von 30 Euro“ blieb in meinem Rucksack). Die Strecke verläuft direkt „unter“ der Grazbachgasse und später der Sparbersbachgasse. Bei der Kreuzung Sparbersbachgasse/Raimundgasse geht es über einen Wartungszugang wieder ans Tageslicht. Durch die Rechbauerstraße und den Stadtpark wird dann das Ziel am Karmeliterplatz erreicht.

Da bereits am kommenden Sonntag der Grazer Murpromenadenhalbmarathon ansteht, an dem Albert und ich wieder teilnehmen wollen, haben wir – zumindest bis zum Kanal – ein etwas schärferes Tempo angeschlagen (nur ein Kollege war vor mir im Ziel), einfach um zu sehen, „was geht“. Für den  Halbmarathon hat mich das sehr optimistisch gestimmt…

Kleines Detail am Rande: ganz zu Beginn sind wir an einer ORF-Kamera vorbeigelaufen, passenderweise gerade als Albert ein paar Meter hinter mir war. Natürlich wurde am Abend genau dieser Abschnitt in Steiermark Heute gezeigt. 😉 Tatsächlich hat Albert aber gut mitgehalten…

 

Und am Abend dann im Fernsehen...
Und am Abend dann im Fernsehen…

 



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