Hochwechsel & Fischbacher Alpen

Weitwanderweg 02: Der Zentralalpenweg

Irgendwann im Winter, an Weit­wandern ist eigentlich gar nicht zu denken, taucht die Frage auf, welchen Weg ich mir heuer unter die Füße nehmen soll. Bis schließlich die Idee, nein, der Wunsch geboren wird, die Steier­mark in Ost-West Richtung zu Fuß zu durch­queren.

Einem Durchmarsch in einem Zug wird die eine oder andere urlaubs-, wetter- oder konditions­bedingte Hürde entgegen­stehen. Aber auf mehrere Drei- oder Vier­tages­touren verteilt wird das sicher machbar sein.

Und für dieses schöne Vorhaben bietet sich der Zentralalpenweg 02 direkt an, durchquert er doch unser Bundesland beinahe vom östlichsten zum westlichsten Zipfel.

Starten wollte ich dort, wo der 02er das erste Mal die Steiermark erreicht (ca. zwischen Schäffern und Zöbern) und in vier Tagen wollte ich Bruck an der Mur erreichen. Dann wurde rund um das geplante Wochenende das Wetter schlecht.

Schließlich war ab Mittwoch eine Schönwetterperiode angesagt, doch musste bereits am Samstag ein Erste Hilfe Kurs besucht werden, daher habe ich die Tour ganz optimistisch auf drei Tage zusammengestutzt. Das wird sich schon irgendwie ausgehen.

Zu allem Überdruss hatte ich dann am Starttag kein „Taxi“ zur Verfügung und so verlegte ich den Start zum nächstgelegenen Bahnhof (Tauchen-Schaueregg) und musste/wollte von dort noch zu meinem Startpunkt an der Landesgrenze gehen.

Tag 6: Tauchen – Hochwechsel – Stuhleck

Um 6:20 Uhr war also Start an diesem einsamen, verlassenen Bahnhof. Wer sich fragt, wie man um diese Uhrzeit mit der Bahn schon von Graz hierher kommt, bitte sehr: Gar nicht, ich kam mit dem Auto, aber hier konnte es am Abend am einfachsten (eben per Bahn) wieder abgeholt werden.

Bahnhof Tauchen-Schaueregg
Von nun an geht’s bergauf!

Und los geht’s, selbst durch dieses einsame Kaff führt ein Weitwanderweg (Nummer 07) und dem folge ich bergwärts, vorbei am Berghotel Ocherbauer (von welchem Berg ist eigentlich hier die Rede?). Zugegeben, nett ist sie schon, die Gegend.

Bald erreiche ich den Zentralalpenweg 02, leider liegt die Grenze zu Niederösterreich noch weiter östlich. Soll ich drauf pfeifen? Nein, wenn dann ganz! So geht’s noch eine Viertelstunde bergab, über die Südautobahn drüber (wie schön!) und schon bin ich an der Landesgrenze – meint zumindest das GPS, zu sehen gibt es nichts. Bereits über 7 km und 1½ Stunden unterwegs. Für nix.

Startposition an der steirisch-niederösterreichischen Landesgrenze

Ich bin zwar nicht am östlichsten Punkt der Steiermark, aber am östlichsten steirischen Punkt des 02ers – zur Befriedigung meiner inneren Zwänge reicht das vorerst. Jetzt geht’s looooos!

Schnell noch ein Foto (klarerweise kommt in dem Moment ein Auto) dann wird der Blick vorwärts, ja endlich westwärts gerichtet und auf geht’s in die Steiermark. Die verlasse ich jedoch schon bald wieder, denn ein Zipferl Niederösterreich ragt von Norden quer über meinen Weg. In Mönichkirchen fülle ich meine Flüssigkeitsvorräte auf, amüsiere mich über einen Wegweiser auf einen anonymen „Kogel“ und verlasse den Asphalt für lange, lange Zeit.

Ich kann – da außer Betrieb – gerade noch widerstehen
Der Weg wird mich noch auf so manchen Kogel führen…

Nun wartet die erste größere Bergwertung, es geht auf den Hochwechsel, mit 1743 m der erste richtige Gipfel der Tour. Da ich den Weg von Mönichkirchen über’s Hallerhaus auf den Niederwechsel schon kenne, verlasse ich hier kurz den 02er und gehe über das Studentenkreuz und die Vorauer Schwaig. Dort lichtet sich der Wald und macht einer Almlandschaft Platz.

Alm bei der Vorauer Schwaig

Nun geht’s hinauf auf den Niederwechsel, wo ich den ersten Blick auf den Hochwechsel habe. Nicht mehr weit, dann geht es wieder für längere Zeit bergab.

Der Gipfel des Niederwechsels
Blick zum Hochwechsel

Um 13 Uhr komme ich schließlich am Hochwechsel an, bin bereits 6:40 Std. unterwegs und habe schon 27 km in den Beinen. Zwei kürzere Pausen habe ich mir gegönnt. Von hier sieht man auch schon das Alois-Günther-Haus am Stuhleck, wo ich heute übernachten will. Sieht ganz schön weit weg aus, 10 km Luftlinie sind es genau. Eigentlich mag ich das ja, wenn man die ganze Tour so vor einem sieht.

Heute ist mir das aber gar nicht recht, so weit möchte ich nicht mehr gehen, das hab ich jetzt von meiner 3-Tagesvariante. Noch dazu muss ich noch zum Feistritzsattel und dann zum Pfaffensattel absteigen und dann alles wieder rauf. Auf dem Wegweiser steht: Stuhleck 5½ Std.

Vom Hochwechsel geht’s erstmal gemütlich weiter
Am Feistritzsattel

Am Feistritzsattel fühle ich mich von einer „Steiermark – Das grüne Herz Österreichs“ Tafel etwas verhöhnt. Hier hätte ich auch anfangen können, nun habe ich schon 35 Kilometer in den Beinen. Nun verlasse ich aber die steirisch-niederösterreichische Grenze, der ich seit Mönichkirchen gefolgt bin, endgültig.

Blick vom Harterkogel zum Stuhleck – es will nicht näherkommen

Am Harterkogel habe ich wieder einmal das Alois-Günther-Haus vor (bzw. über) mir, vor mir liegen aber noch zwei Gipfel, der große und der kleine Pfaff, zum Glück führt der Weg daran vorbei, obwohl das sicher lohnende Ziele wären. Dann beginnt der letzte, steile Abstieg zum Pfaffensattel.

Dort kommen dann auch die Wanderstöcke zum Einsatz, die ich bisher nur spazieren getragen habe, aber für den letzten Anstieg im Wert von 410 Höhenmetern verlangen meine Beine nach Unterstützung. Und siehe da, mit etwas „Anschieben“ geht es wieder leichter und knapp vor 18 Uhr erreiche ich das Alois-Günther-Haus am Stuhleck. Endlich.

Ich bin hier, am mit 1782 m höchsten Punkt der Fischbacher Alpen, der einzige Gast heute abend, bekomme eine Mega-Portion Schweinsbraten serviert, die ich trotz Mega-Hunger nicht wegbringe. Ich verwerfe den Plan, zum Sonnenaufgang aufzustehen und bestelle das Frühstück für 7 Uhr und verkrieche mich bereits um 21 Uhr in mein Zimmer. Gute Nacht!

10 Stunden unterwegs – immer noch nicht am Ziel
Irgendwann ist es dann doch geschafft!

Bilanz des ersten Tages: 44 km, 2200 Hm, 11:25 Std. – Weder Weglänge, Höhenmeter noch Gehzeit wären für sich ein Problem, aber alles zusammen hat mich heute ganz schön fertig gemacht.

Tag 7: Stuhleck – Alpl – Schanz – Strassegg

Heute sollte ein gemütlicherer Tag werden, trotzdem muss ich schlucken, als ich die Gehzeiten zusammenzähle: 11¾ Stunden meint das Weitwanderbüchlein. Dafür gibt’s aber deutlich weniger Höhenmeter und da ich „oben“ starte, geht es deutlich mehr bergab als bergauf.

Da mein Zimmer in der Ostseite der Hütte ist, bekomme ich den Sonnenaufgang doch zu sehen, und noch vor dem Frühstück (Ham and Eggs!) mache ich draußen ein paar Fotos von der Hütte, dem Gipfelkreuz und der Umgebung. Schön warm ist es bereits, nur der Wind sollte noch abflauen.

Mein Zimmer hat Blick auf den Sonnenaufgang
Gipfelkreuz und Hütte

Nach einer Stunde sanftem Auf und Ab erreiche ich die Peter-Bergner-Warte auf der Pretul, das Alois-Günther-Haus ist bereits in die Ferne gerückt. Immer wieder werde ich heute zurückschauen auf die gesamte Tour bisher, immer wieder beeindruckt sein von den Distanzen, die man doch problemlos zu Fuß zurücklegen kann.

Weiterweg zur Pretul
Blick zurück von der Peter-Bergner-Warte

Bis auf ein paar kleine Steigungen fällt der Weg bis zum Alpl, wo ich kurz die 1000-Meter-Marke unterschreite. Peter Rosegger’s Geburtshaus könnte ich hier besuchen, doch mein Weg nimmt einen anderen Verlauf. Für ein Foto aus der Ferne reicht’s jedoch.

Der Kluppeneggerhof
Jagdskulptur beim Jagdhaus Granegg

500 Höhenmeter geht’s erst steil, dann gemütlich bergauf, bis ich beim Walserkreuz einen alten Bekannten treffe: den Mariazellerweg. Diesem folge ich nun in verkehrter Richtung bis zu meinem heutigen Nachtquartier, welches ich auch langsam reservieren sollte. Eigentlich könnte ich hier ja Schluss machen, den weiteren Weg bis Bruck an der Mur kenne ich bereits von mehreren Tageswanderungen.

Beim Gasthaus auf der Schanz gönne ich mir noch eine Pause und lasse meine Trinkflasche auffüllen bevor es weiter geht zum Strassegg. Vier Stunden noch. Drei wennst schnell bist!

Rückblick zum meinem heutigen Startpunkt – da komm ich her?

Erst auf einer nicht asphaltierten Nebenstraße, dann auf schmalem Waldweg geht es in die Nähe des Gipfels des Fürstkogels, wieder 300 Höhenmeter Anstieg. Dann runter zur Herrnalm und wieder 100 Meter rauf zum Knappensattel. Letzte Pause für heute, aber Schatten und Wind treiben mich bald weiter.

Den Wegabschnitt, welcher nun folgt, habe ich als einen der schönsten Stücke auf dem Weg nach Mariazell in Erinnerung. Stellenweise wurde er durch Windwurf und Forstarbeiten in Mitleidenschaft gezogen, aber man hat sich offensichtlich bemüht, hier keine Forstautobahn zu bauen, sondern den Weg so wenig wie möglich zu „beschädigen“. Ja, das wächst vielleicht wieder zu. Der Rest ist immer noch ein Mariazellerweg aus dem Bilderbuch: sanft, schön und unzählige Wegkreuze.

Herrnalm
Mariazellerweg, wie man ihn sich vorstellt
Die letzten Hindernisse des Tages

Wieder erreiche ich mein Nachtquartier knapp vor 18 Uhr. Heute ist es der Strosseggwirt am Strassegsattel, für den ich hier unverhohlen Werbung machen möchte. Habe selten so ein originelles Gasthaus gesehen. Der Wirt, der „Strossegger-Rudl“, der kann Geschichtln erzählen und tut es auch den ganzen Abend lang – besser als jedes Fernsehprogramm!

Ich und drei Mariazellgeher aus St. Radegund (von denen einer am Rande des Abbruchs steht, dann aber am nächsten Tag doch weitergeht) sind wieder die einzigen Gäste. Die drei Mariazeller dürfen sich in die x-te Auflage seines Pilgerbuchs eintragen, mir jedoch drückt der Wirt ein Buch mit der Aufschrift „02 Weitwanderweg“ in die Hand. Ich blättere und bin beeindruckt: Der erste Eintrag stammt aus dem Jahr 1979! Fast ehrfürchtig reiße ich mich zusammen und versuche, etwas Gescheites reinzuschreiben. Unglaublich, da war ich sieben Jahre alt!

Bilanz des zweiten Tages: 43 km, 1100 Hm, 10:35 Std. – Wieder weiter als gedacht, aber harmlos im Vergleich zu gestern.

Tag 8: Strassegg – Hochschlag – Rennfeld – Bruck/Mur

Das Frühstück hat ein kleines Manko: Ich kriege keinen Kakao, weil der Wirt selbst „überhaupt nicht kochen kann“ – und ich dachte bisher, meine Kochkünste wären bescheiden. Na gut, dem Wirt verzeiht man’s gerne und so trinke ich halt den Kaffee der drei Mariazellwanderer. Und schon hören wir wieder Gschicht’l um Gschicht’l. Ich könnte ewig hier bleiben.

Aufgspü’t wird, für uns vier Wanderer
Rennfeld 7h – und dann noch runter ins Tal

Bevor wir losstarten dürfen, verabschiedet uns der Wirt noch mit einem kleinen Ständchen auf seiner Ziehharmonika und er gibt jedem von uns noch ein paar Weisheiten mit auf den Weg. „Und dei schönster Moment wird heut sein, wennst in Bruck in Zug einsteigst!“ Blödsinn! Ich bin ja hier um zu wandern, nicht um froh zu sein, wenn’s vorbei ist!

Im Zuge meiner 4-Tages Planung hatte ich vor diesem Abschnitt Respekt, es war der längste und härteste Tag. Jetzt da ich nur drei Tage unterwegs war und die ersten drei Tagesetappen in zwei Tage gepackt habe, habe ich nun den kürzesten Tag vor mir und freue mich auf die entspannte Wanderung. Alles Ansichtsache…

Erstes Ziel für heute: der Hochschlag (1580m)
Und sein Gipfelkreuz

Hier verlasse ich übrigens den Hauptweg des 02ers und gehe den heutigen Tag auf der Variante 02A weiter. Der Hauptweg würde weiter zur Teichalm und dann durch die Bärenschützklamm führen, darauf folgen aber 15 Straßen-Kilometer durch das Murtal, die ich mir gerne ersparen möchte. Meine Variante ist zwar reichhaltiger an Höhenmetern, vor allem aber um einiges schöner.

Bevor ich nach einer halben Stunde den steilen Weg auf den Hochschlag beginne, merke ich plötzlich, dass etwas fehlt: meine Wanderstöcke! Klar, die stehen ja auch bei der letzten Abzweigung, wo ich sie beim Fotografieren abgestellt habe. Wir gratulieren zum Gewinn von zwei Bonuskilometern.

Am Ebenschlag, links hinten das Rennfeld
Seltsames Gefährt am Eibeggsattel

Vom Hochschlag geht es zum Tiroler Schlag, vorbei am Ebenschlag – eine schlagfertige Gegend ist das hier. Nach der Hofbauerhütte gönne ich mir den Luxus den Gipfel des Aibel zu ersteigen, 50 Höhenmeter Umweg und ein bisschen Aussicht.

Runter geht’s zum Eibeggsattel (1001 m), umso steiler ist der Weg hinauf zum Brandnerberg, mittlerweile hat die Sonne auch schon Kraft getankt und brennt mir auf den Rücken, ich teile gedanklich schon den kümmerlichen Rest meiner ursprünglich 2½ Liter Wasser bis zum Rennfeld ein.

Rauf geht’s auf den Brandnerberg
Und weiter rauf!

Rauf. Runter. Rauf. Rauf. Runter. Rauf. Rauf. Schön ist der Weg, aber mühsam. Das Rennfeld kommt immer wieder ins Blickfeld, aber nur langsam näher. Rundum donnert es bereits, die angekündigten Gewitter scheinen sich zu manifestieren. Zum Glück lassen sie mich heute in Ruhe. Aber etwas kühler wird es immerhin.

Zum Greifen nahe…
…und hinter mir grummelt schon ein Gewitter

Im Buchecksattel beginnt der Zielsprint: Rauf aufs Rennfeld! Dass das 350 Höhenmeter sind war mir gar nicht bewusst, hier geh ich normalerweise immer hinunter, das geht sich eindeutig leichter.

Tadaaaa! Bald bin ich oben, der letzte Gipfel, ich kehre im Kernstockhaus ein, da das Wetter jeden Moment loszugehen scheint. Aber es bleibt ruhig, so mache ich mich nach einem Drink an den Abstieg nach Bruck an der Mur.

Ziel in Sicht: Bruck an der Mur
Gleich neben dem Bahnhof erreiche ich die Stadt
Beim Bahnhof wartet ein Bienenvolk auf Abholung

Der Abstieg ist schön aber lang und die letzten zwei Kilometer darf ich eine Straße hinuntermarschieren, die bereits etwas belasteten Fußsohlen freut das gar nicht. So sollte der Strosseggerwirt doch recht behalten: Und wie froh ich bin, als ich endlich in den Zug steigen darf!

Bilanz des dritten Tages: 31 km, 1500 Hm, 9:15 Std. Aus. Vorbei. Schade.

What’s next?

In Summe waren es 118 km, 4800 Hm und insgesamt 31¼ Std. Damit wäre der erste Abschnitt der Steiermarkdurchquerung geschafft. In vier Tagen wäre das echt eine gemütliche Wanderung gewesen, so war’s durchaus eine sportliche Herausforderung.

Schon im Abstieg nach Bruck an der Mur konnte ich immer wieder einen Blick auf den nächsten Abschnitt des 02ers werfen: Bruck/Mur – Hochanger – Eisenpass – Hochalm – Fensteralm – Speikkogel – Rossbachkogel – Terenbachalm – Steinplan – Knittelfeld. Werde ich diesmal gemütlicher angehen. Versprochen!

Wer geht mit?

PS. Für die Geocachingfraktion gibt’s ab dem Feistritzsattel einen Geocache zum Nachwandern!

Link: Fortsetzung der Tour über die Gleinalm



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16 thoughts on “Hochwechsel & Fischbacher Alpen

  1. Das Alois-Günther-Haus habe ich noch von zu Hause aus reserviert (wollte eigentlich wissen, ob es überhaupt schon offen ist oder ob ich den Winterraum einplanen muss). Beim Strosseggerwirt habe ich ca. 4 Std. vor Ankunft angerufen (als ich wusste, dass ich an dem Tag auch wirklich so weit gehen werde)

  2. Danke ich mach im August von Rechberg aus eine kl.Wallfahrt nach Maria Zell. Durch Ihren Bericht habe ich einen kl.Einblick bekommen was auf mich zu kommt!!!!! Für die Strecke sind drei Tage angegeben, ich bin zwar Grazerin wohn aber schon viele Jahre in NRW und darum aus der Übung, werd trotzdem versuchen mit 16 Steirern mitzuhalten, hoff i schaffs…

  3. Hallo Gert

    Du hast mich mit deine tollen Berichten dazu gebracht den 02er am 5.April von Hainburg aus zu beginnen. Zur zeit bin ich in Kobersdorf/Bgld. Werde am Wochenende nach Alpl gehen. Aber eigentlich möchte ich so bald es geht in die hohen Tauern. Vielleicht können wir mal eine Tour miteinander gehen – wenn du Lust hast.

    Hans

  4. So, am Samstag haben AnnaMoritz und ich es tatsaechlich geschafft den Cache fertig zu machen (den Log musste ich noch schreiben). Urspruenglich war eine Uebernachtung am Rennfeld geplant und damit auch das Verfolgen des 02 bis runter nach Bruck zum Bahnhof, aber wegen einer Sparvereinsauszahlung und 14-taegiger Schliessung des Kernstockhauses im Anschluss haben wir umgeplant.

    Es waren 4 wunderschoene Tage, die Du uns beschert hast. Wir sind zwar nicht die Tour in einem durchgegangen und auch nicht so weit oestlich gestartet wie Du (das wuerden weder meine Koerper noch unsere Zeitrestriktionen erlauben), aber wir sind den gesamten Weg zwischen den Wegpunkten abgegangen. Ich haette nicht gedacht, dass mein Knie das mitmacht. Es war zwar mein drittlaengster Cache, aber definitiv der alpinste und der von den Hoehenmetern doch anspruchsvollste.

    Vielleicht versuche ich mich doch mal stueckweise am Gleinalpen Fortsetzungscache (mit 2 Autos ginge da vielleicht eine etwas unorthodoxe Etappenaufteilung die Stirnrunzeln bei echten Weitwandereren erzeugen wuerde).

    Vielen Dank fuer den Cache, die Motivation den Cache anzugehen und die Streckeninfos zur besseren Planung! Die Angaben aus dem AV-Fuehrer sind vor allem im Abstieg immer noch zu knapp (aber damit war zu rechnen), aber weniger frustrierend wie die Wegzeitangaben vor Ort. Schon kurz nach dem Strasseggwirt fanden wir einen Wegweiser mit 2:30 Stunden Eibeggsattel waehrend die AV-Fuehrer Angaben vom Wirt zum Sattel doch 3.50 Stunden angeben, was wir ohne Pausen auch nicht sehr arg ueberschritten. Fuer die 2:30 Stunden muss man schon gewaltig flott gehen. (Gert oder gar Redbaron68-like eben, wobei letzterer schafft es wohl noch schneller.)

  5. Hi Gert,
    ich habe vor, an einem der nächsten Wochenenden von Alpl nach Pernegg weiterzugehen. Eine Frage zur Bärenschützklamm, du weisst das bestimmt: Die hat doch bis in den Mai offiziell geschlossen. Komm ich da trotzdem durch, oder muss ich den Umweg daran vorbei nehmen?
    Danke

  6. Hallo Smeki,

    Grundsätzlich solltest du durch die Klamm durchkommen, ich kenne sogar schöne Berichte von „Winterbegehungen“.

    Evtl. solltest du dich vorher informieren, ob durch die Niederschlagsereignisse im Winter (Eisregen) keine Schäden entstanden sind, im Grazer Raum hat es viele Bäume umgeworfen, wenn da einer in der Klamm gelandet ist kann das blöd werden (konkret gehört habe ich diesbezüglich aber nichts).

    Ich empfehle aber sowieso die Variante 02A über Hochschlag, Eibeggsattel und Bruck/Mur, wie oben beschrieben. Da ersparst du dir in Summe sicher 20 Straßenkilometer (Sommeralm, Teichalm – Guter Hirte und Bärenschützklamm – Eisenpass)

    LG
    Gert

  7. Mir gings ums grundsätzliche. Obs dann konkret geht oder nicht, werde ich am Straßegg oder auf der Teichalm erfragen.

    Zu Variantengehen: du schreibst oben mal was von ‚inneren Zwängen‘ – so gehts mir beim Hauptweggehen. Die Varianten sind dann regelmäßig was zum Dann-Mal-Auch-Anschauen. Und die Variante klingt ja auch ganz vielversprechend für eine Schneeschuhtour, also falls im nächsten Winter dann doch sowas wie Schnee kommt. 😉

    LG

  8. just for info: Begehbar, aber ein heikle Stelle gibts (knapp nach der Naturwachthütte beim Runtergehen), mit 2 Bäumen über dem Steg, zertrümmerten Geländer und notwendigem Drüberkraxeln. Ansonsten sind an ein paar Stellen einzelne Geländerteile nicht mehr, aber nicht tragisch, weil entweder bloß die obere oder die untere Schiene fehlt. Und das eine Mal wo beide Schienen fehlen, ist der Fels knapp dran, an dem man sich nötigenfalls abstützen kann. Unangenehm ist im oberen Teil der noch viele Schnee auf den Brücken und Leitern.

  9. Lieber 02A-Begeher!
    Ein toller Beitrag, schön garniert mit Bildern. Wir gehen morgen Auf der Schanz – Rennfeld – Bruck/Mur. Hoffe, wir haben ebenso gutes Wetter.

    Viel Freude am WW 02 sagt mit besten Grüßen

    Fritz Peterka

    1. Lieber Fritz Peterka,

      Danke für den netten Kommentar! Der Abschnitt in den Fischbachern war meine erste längere Tour am 02er.

      Mittlerweile „stehe“ ich in den Stubaiern, gerade gestern und vorgestern bin ich von Fulpmes nach Praxmar marschiert, musste dort leider aus Zeit- und Wettergründen abbrechen…

      Irgendwann komm auch ich in Feldkirch an!

      Liebe Grüße und viel Spaß morgen auf der Tour!

      Gert

  10. Gratulation! So schöne Fotos und so einen netten Bericht übers Weitwandern habe ich noch nie gesehen/ gelesen. Ich habe mit meiner Frau alle 10 Weitwanderwege erwandert und muss nun, altersbedingt, etwas kürzer treten.
    Übrigens auch Glückwünsche zu Deiner Ernennung als Weitwander-Beirat für die Stmk.
    In einem Punkt bin ich nicht Deiner Meinung: Der 02-Weg über die Sommer- und Teichalm und durch die Bärenschützklamm ist viel schöner als die Alternative übers Rennfeld. Kein Vergleich! Je suis desolé.
    Liebe Wandergrüße
    Günter Lechner

  11. Hallo,

    ich besuche seit einiger Zeit deinen Blog und hole mir Ideen für Touren.

    Eine Idee von mir wäre vom Straßegg bzw. Waldheimat (Start ist noch nicht definiert), über die Pretul -> Stuhleck -> Feistritztalsattel -> Hochwechsel -> Tauchen Schauregg Bahnhof

    in einer 3 Tages tour zu gehen, wobei ich hier die Nächte im Zelt verbringen möchte. Laut Karte scheinen folgende Campierpunkte interessant zu sein: zwischen Pretul und Stuhleck für die erste Nacht und dem Hochwechsel für die zweite Nacht

    Ich möchte nicht in Wäldern direkt zelten, weil das problematischer ist wie auf freien ungenutzen Almflächen.

    Wie siehst du das?

    1. Das sind sicher schöne Zeltplätze, die du dir da ausgesucht hast.

      Aber da ich nicht weiß, ob das Zelten dort toleriert wird (erlaubt ist es ja grundsätzlich nicht) weiß ich nicht, ob es klug ist, in so offenen Bereichen zu übernachten oder der Schutz des Waldes da nicht ‚besser‘ ist (gerade zw. Stuhleck & Pretul) gibt’s ja nichts…

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