Ferkelei beim Dreiländereck

Unterwegs im tiefalpinen Gelände

Nein, nicht was du denkst! Pfui!

So ein Käse! Ein langes Wochenende, aber die Nixtuer in Rovinj (Ö3 verrät mir in der Früh auch warum – von wegen Klettern), Orotl nicht fähig, zu zwei Tourenvorschlägen „Ja“ oder „Nein“ zu sagen (nein, sinnfreie Skype-Smileys sind keine brauchbare Antwort!), Werner ebenfalls „vergeben“ und der Wetterbericht sowieso schlecht. Maaaah!

Um nicht allein am Berg in schlechtes Wetter zu geraten und trotzdem „raus“ zu kommen, fahre ich ins Burgenland, um wieder ein kleines Stück am Weitwanderweg 07 zu gehen und dieses für Openstreetmap zu erfassen.

Eigentlich keine blogtaugliche Wanderung, aber ein paar Dinge sind mir vor die Linse gehüpft, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Geparkt wird in Weichselbaum in der Bahnhofstraße – Bahnhof gibt es hier aber schon lang keinen mehr. Ziel ist das Dreiländereck Österreich/Ungarn/Slowenien.

Der Hinweg entlang des Weitwanderwegs verläuft unspannend, zum größten Teil auf Asphalt, das war aber vorherzusehen. Lediglich in Eisenberg gibt es mit dem grammatikalisch verunglückten daseisenberg ein riesiges Hotel – und als Kuriosität ein „Rasenkreuz“. Ich wollt’s mir ja anschauen, aber die Beschilderung ließ keinen Zweifel, dass ich hier nicht erwünscht bin.

Wenn die mich hier nicht wollen…
…geh ich halt wieder!

Zuhause erzählt mir Wikipedia:

Am 8. Oktober 1954 soll in Eisenberg der Frau Aloisia Lex (1907-1984) die heilige Maria und am 6. September 1956 ein Engel erschienen sein. Von 1956 bis 1992 erschien auf ihrem Grundstück an der Stelle, an der diese Erscheinung stattgefunden haben soll, ein mysteriöses, durch veränderte Vegetation abgrenzbares ca. 120 cm großes Kreuz im Gras, das so genannte „Rasenkreuz von Eisenberg“. Dieses Kreuz soll weder auf im Boden befindliche Chemikalien noch auf physikalische Einwirkungen zurückzuführen gewesen sein.

Die römisch-katholische Kirche erkennt die genannten Erscheinungen nicht an. In der Literatur sind Zweifel an der Erscheinung publiziert und der Gedanke, dass aus der Gnadenstätte Kapital geschlagen wird. Seit 1993 ist das Kreuz nicht mehr sichtbar. Doch noch in den Jahren um 2010 pilgern Menschen vor allem aus der Schweiz, Ungarn, Polen und Slowenien an seinen Ort.

In St. Martin an der Raab wurde 1972/73 eigenes Pilgerheim errichtet. Besucher können das „heilige Wasser“, in Behältern als Souvenir mitnehmen. Es handelt sich dabei aber lediglich um das normale Leitungswasser aus der ortseigenen Wasserversorgung.

Aha. Aber sogar eine Homepage hat das Rasenkreuz.

Sonst gibt es keine weiteren Vorkommnisse am weiteren Weg zum Dreiländereck zu vermelden. Dort angekommen, nutze ich die Möglichkeit innerhalb von ein paar Sekunden in drei verschiedenen Ländern zu stehen. Nein, raufgeklettert bin ich nicht.

Der Dreiländerstein (links Ungarn, rechts Österreich, hinten Slowenien)
Oh Wunder, ich finde schnell genug den Makro-Modus meiner Kamera UND die Monsterfliege bleibt sitzen

Zurück finde ich einen schöneren und vor allem ereignisreicheren Weg. Erst folge ich dem „Themenweg Grünes Band“, entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs. Sogar einen ehemaligen Wachturm und Stacheldrahtzaun gibt es zu sehen.

Interessanterweise steht der Turm jetzt auf der österreichischen Seite der Grenze. Naja, passt eh irgendwie zu unserer Politik, oder besser gesagt „Politik“…

Wachturm an der ungarischen Grenze
Klar musste ich rauf!

Wenig später versperrt ein Elektrozaun samt Stahltor den Weg – ein Wildschweingehege. Aber es gibt einen Überstieg und „auf eigene Gefahr“ heisst bekanntlich nicht „verboten“. Also drüber und rein, große Hoffnung, die Viecherln zu sehen, mache ich mir eh nicht.

Plötzlich ist der Weg versperrt, zum Glück kann man aber ‚drüber‘
Quasi eine Einladung, nein, Aufforderung!
Doch alles ist ruhig…

Doch bald grunzt es am Straßenrand, ein Fütterungsplatz (samt waidmännisch-sportlichem Hochsitz gleich daneben) ist gut besucht. Leider meint meine Kamera, blitzen zu müssen – und weg sind sie, die Schweinderln.

Etwas später stoße ich auf ein zweites Rudel, dank einer Kuppe kann ich mich unbemerkt auf ca. 50 Meter nähern und ein bisserl knipsen und filmen.

Oink, oink!
Grunz, grunz!

Schweindi in Action

Wächst du noch oder wurdest du nur zu heiss gewaschen?
Ich versteck mich hinter der Brennessel

Auf der anderen Seite des Geheges gibt’s wieder ein großes Hochsicherheitstor – aber diesmal kein Überstieg. Hoppala. Nein, zurück gehe ich nicht, da sind ja diese bösen Tiere! Schwuppdiwupp, und drüber – keiner hat’s gesehen!

Auf einer Weide stehen noch ein paar Minipferde (Schulterhöhe 60-70 cm), die hätten vor den Schweinderln wahrscheinlich ordentlichen Respekt.

Miniponys
Die S-Bahn flitzt durch die Gegend


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5 thoughts on “Ferkelei beim Dreiländereck

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