Karlschütt, -graben, -hochkogel und -alm

Am Karlhochkogel (2096m)

Schon vor zwei Jahren habe ich einmal versucht, die Runde vom Karlgraben über Karlhochkogel & Fölzstein zu machen. Damals hat mich aber ein herannahendes Gewitter recht flott vom Karlhochkogel gescheucht.

Nun kommt Orotl plötzlich mit diesem Tourenvorschlag daher: In die Gegenrichtung will er vom Karlgraben über den Jägersteig auf den Fölzstein, Dann via Fölzkogel auf den Karlhochkogel und wieder runter in den Karlgraben.

Im Karlschütt (1)
Im Karlschütt (2)

Das Karlschütt ist immer wieder beeindruckend. Ich frage mich jedesmal, wie es hier bei Unwettern zugeht und wie oft das vorkommt.

Jeder nur ein Stein!
Aufstieg im Graben

Wir gehen allerdings nicht den Karlgraben nach hinten, sondern zweigen nach rechts in einen Seitengraben ab. Dort hat Orotl etwas zu reparieren. Ich erkunde zwischendurch die Wand am Ende des Grabens.

Am Ende des Grabens
Wir bauen einen Steinmann

Von hier steigen wir über brüchigen Kalkstein zum Leiterlsteig. Damit die nächsten den Weg schneller finden, baue ich einen Steinmann, der sicher zweiundsiebzig Stunden halten wird. Hier ist der Boden irgendwie im Fluss, bei jedem Schritt bröselt es unter den Füßen…

…uuuund platsch! Nein, doch nicht. Schade!

Die Versicherungen des Leiterlteigs haben auch schon bessere Zeiten erlebt. Die Gemeinde Wien (!) warnt uns, dass wir uns hier auf eigene Gefahr bewegen.

Am Leiterlsteig (1)
Am Leiterlsteig (1)
Am Leiterlsteig (2)
Am Leiterlsteig (2)
Am Leiterlsteig (3)
Am Leiterlsteig (3)
Am Leiterlsteig (4)
Am Leiterlsteig (4)

Steil ist der Aufstieg durch Felsen und Latschen und die Sonne brennt auch herunter. Der Wegverlauf versteckt sich immer wieder vor uns, das führt zur ein oder anderen Klettereinlage.

Eins der vielen Felstürmchen
Ohne Worte

Beim vorraussichtlich letzten Schatten spendenden Bäumchen reklamiere ich eine Pause. Orotl wehrt sich nicht.

Das Ziel ist in Sicht!
Pausenplatzerl

Nur mehr 300 Höhenmeter trennen uns vom ersten Gipfel des Tages, dann sind wir am Fölzstein (1946m).

Aufstieg entlang des Grats
Grashügeltraverse
Orotl könnte das Gipfelrasten erfunden haben

Nach kurzer (45 Minuten) Pause gehen wir weiter zum Fölzkogel (2022m).

Freiheit, die erste.
Und Freiheit, die zweite!

Bis zum Karlhochkogel erwartet uns jetzt ein reges Auf und Ab, man verschenkt mehr Höhenmeter, als ich mir zuvor gedacht habe. Dafür wird dort die Gipfelrast ordentlich ausgedeht. 1:45 Std. während dessen wir den Ameisen beim Hochschwabgipfelkreuz zusehen. Und den Wolken, die sich langsam aber sicher hier zusammenrotten.

Das Panorama der heutigen Gipfelrast: Hochschwab & Schiestlhaus

Runter geht’s dann über die Karlalmhütte, von dort führt ein Steig ins Tal.

Im Abstieg
Murmel

Wieder im Tal – und Orotl etwas vorausgeeilt – beschließe ich, noch ein wenig im Bachlauf zu wandern – gerade an einer Stelle, wo gerade nackt badendes Pärchen ein Fotoshooting abhält. Hoppala & ‚tschuldigung, hab eh nix gsehn!

Im Wasser führenden Teil des Karlgrabens
Badewanne

Etwas bachabwärts beschließe ich, selber ein Fußbad zu nehmen, daraus wird aber schnell etwas mehr. Durchaus erfrischend, aber nach so einer Tour gibt es wohl kaum etwas feineres 🙂

Was gibt es schöneres als ein erfrischendes (brrrr…) Bad nach einer langen Tour?

Natürlich kann ich es nicht lassen, auch Orotl anzustacheln. Feig! und Entweder Du oder Dein Pfeiferl!

Ob er den Sprung gewagt hat oder doch seine Rauchutensilien dran glauben mussten, das verrät er euch in seinem Blog



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