Östliche Simonyspitze (3448m)

Heute ist mit der Östlichen Simonyspitze der erste 3000er der Woche dran. Die Höhenangaben schwanken: laut Alpenvereinskarte ist sie mit 3488m gleich hoch wie die Westliche Simonyspitze, laut amtlicher Karte hingegen um 40 Meter niedriger – was auch stimmen dürfte.

Die Simonyspitzen im Doppelpack: West (links) und Ost
Die Simonyspitzen im Doppelpack: West (links) und Ost

Die heutige Etappe müssen wir in geschwächter Besetzung antreten. Hannes macht einen Ausflug in Tal, sein zerfallendes Schuhwerk macht den käuflichen Erwerb eines neueren Modells notwendig.

Ein Trogtal wie aus dem Lehrbuch. Ein kurzes Stück gehen wir taleinwärts, dann führt der Weg links hinauf

Von der Essener-Rostocker-Hütte (2207m) folgen wir kurz dem Talgrund des Maurertals nach Norden, bald beginnt der lange, aber nicht besonders steile Anstieg.

Der Gipfel versteckt sich im Nebel, nur langsam nähern wir uns
Das erste harmlose Schneefeld

Orotl hat heute ganz besonders geschnauft, durfte er doch bis auf über 3000m das Seil und anderen Ballast tragen. Irgendwann hat Gerald Mitleid und auf seinen Vorschlag übernehme ich das Schnürl.

Zu meinem großen Pech brauchen wir es bereits fünf Minuten später und es kommt wieder aus meinem Rucksack…

Sandige Kletterstelle

Die einzigen Schwierigkeiten stellen zwei kurze Kletterstellen dar. Vor wenigen Jahren – so hören wir heute immer wieder – war hier noch alles mit Schnee und Eis bedeckt und die Hochtouristen erreichten den Gipfel ohne Felsberührung.

Heute muss man hingegen zwei Steilstufen – einmal bröslig-sandig, einmal im soliden Fels – überwinden. Keine (gefühlten) größeren Herausforderungen, aber sicher ist sicher: wir kommen an die Leine des Bergführers.

Schon besser

Zweimal, davon das letzte Stück zum Gipfel kommen die Steigeisen zum Einsatz. Für Werner das erste Mal überhaupt, er schlägt sich wacker. Pro-Tipp: Nicht auf die Zehen steigen. Und schon gar nicht auf die eigenen!

Werner kraxelt…
…während Orotl lieber mit den seltsamen Schnüren spielt
Am „Gipfeleisfeld“

Am Gipfel der Östlichen Simonyspitze hat sich ein schöner Firngrat aufgebaut, ein Biancograt für Anfänger sozusagen.

Firngrat am Gipfel
Gipfelgrat
Zufriedene Gesichter in 3448m Höhe

Oben samma! Doch da es außer weißer Luft nichts zu sehen gibt, ziehen wir uns zum letzten Felsenplatzerl zurück, wo wir mit einer zweiten Seilschaft Mittagspause und Gipfelrast halten.

Gluck. Gluck. Pause etwas unterhalb des Gipfels
Natürlich reisst es erst nach unserem Gipfelsturm auf!
Natürlich reisst es erst nach unserem Gipfelsturm auf!
Ein Steinmann zeigt uns den Abstieg
Ein Steinmann zeigt uns den Abstieg

Der Abstieg erfolgt auf dem gleichen Weg wie der Aufstieg.

Wieder im Talboden, die Hütte ist gleich ums Eck
Die wohl best-beschilderste Hütte der Ostalpen

Morgen warten das Umbalkees und die Dreiherrenspitze auf uns!



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