Wildalm, Kleinhansl & Jauriskampl

Am Kleinhansl (2217m)

Die Wahl des Tourenziels ist immer wieder eine neue Herausforderung: Zuviele Möglichkeiten und gleichzeitig zuviele Auswahlkriterien (Höhe, Anfahrtsdauer, Schneelage…), welche die Auswahl gleich wieder auf Null reduzieren…

Nach langem Wälzen der Karten fällt die Wahl auf eine Tour, die ich schon vor einem Jahr gemacht habe: Die Runde zur Wildalm, über Klein- und Großhansl zurück in den Scharnitzgraben. Vor Ort haben wir sie dann aber doch etwas abgewandelt.

Im Tal ist es frostig, die Brücke eisig…

Gestartet wird also im Scharnitzgraben, beim Parkplatz (Karte) der zu dieser Jahreszeit bereits geschlossenen Wildalmhütte. Dort ist es noch sehr frostig, aber binnen weniger Minuten erreichen wir sonnige Gefilde, was die Temperaturen deutlich hebt.

Bis zur Wildalm benutzen wir die Forststraße, auf den Bänken der Hütte genießen wir die erste Sonnenpause.

Erste Sonnenpause bei der Wildalm
Der Kleinhansl ist der linke Gipfel, unser (erstes) Ziel

Bald danach kommt das erste Gipfelziel in Sichtweite. In den Rinnen ist der Schnee schon liegengeblieben und auch festgepresst und -gefroren. Dort kommen wir schneller voran als am Wanderweg, der immer wieder unter dem Schnee verschwindet.

In den Rinnen liegt harter Schnee, da geht’s am schnellsten…
Brrrr! Frostige Landschaft
Knapp vorm Gipfel, rechts schaut der Großhansl hervor
Gipfelfoto

Am 2217 Meter hohen Gipfel genießen wir die angenehmen Temperaturen, über den sonnenbeschienenen Südhang zieht eine warme Luftströmung herauf. Auch das Panorama gibt einiges her. Wie immer in den Wölzer Tauern tue ich mir schwer, die umliegenden Gipfel zu identifizieren, aber aus der Ferne lachen Dachstein, Grimming und Totes Gebirge zu uns herüber…

Blick zum Dachstein
Der Großhansl wirkt heute so abweisend…

Der Großhansl zeigt uns heute seine kalte Schulter, eigentlich haben wir keine Lust durch den Schnee dorthin zustapfen. Also wenden wir uns nach Osten und peilen Jauriskampl und Gruber-Hirnkogel an, um von dort wieder zur Wildalm abzusteigen. Das verspricht eine gemütliche, größtenteils schneefreie Grashügelwanderung.

… da ziehen wir die sanften und schneearmen Grashügeln in der anderen Richtung vor!
Die Wechte am Grat wird für Flugübungen genutzt

Ein namenloser Gupf wird überschritten, anschließend beginnt der kurze Aufstieg zum Jauriskampl (2064m). Der ist zwar – zumindest von Süden betrachtet – ein recht schroffer Gipfel, wird aber von seinen beiden Grashügelnachbarn deutlich überragt.

Wir überschreiten den Jauriskampl (2064m)
In den Nordhängen kommt die Sonne gegen den Schnee nicht mehr an

Dem Rücken folgen wir über einen weiteren namenlosen Hügel bis zum Gruber-Hirnkogel (2080m).

Die Nordflanke des Gruber-Hirnkogels (2080m) wird mit hunderten Stahlbügeln… hmmm, ja was denn eigentlich?
Blick zurück, der Kleinhansl ist der „Spitz“ links der Bildmitte

Zurück bei der Wildalmhütte genießen wir noch die letzten Sonnenstrahlen und steigen dann ab zum Parkplatz.

Die Daten der Runde: 14.2 km, 1000 Höhenmeter, 6 Stunden (inklusive Pausen)



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