Tipp: Hoch über’m Übelbachtal

Noch immer lässt sich der Winter in unseren Breitengraden nicht blicken, daher sind weiterhin Wanderschuhe anstatt Tourenski angesagt. Der richtige Zeitpunkt für eine Wanderung, die ich bisher nur in Teilstücken kenne.

Ich empfehle, diese Tour wochentags oder samstags zu unternehmen, um die Übelbacherbahn für die Anreise bzw. den Rücktransport zum Startpunkt nutzen zu können.

Am Startpunkt: Der Bahnhof von Waldstein
Am Startpunkt: Der Bahnhof von Waldstein

Wir starten am Bahnhof von Waldstein (ausreichend Parkplätze) und gehen hinauf zur Bundestraße in die wir rechts einbiegen und ca. 100m bis zum Schloss Waldstein folgen. Nach einer kleinen Brücke zweigen wir links auf eine Nebenstraße ab.

Auf den ersten Metern erblicken wir bereits den Hungerturm am Hügel
Auf den ersten Metern erblicken wir bereits den Hungerturm am Hügel
Beim Schloss Waldstein müssen wir zweimal links abbiegen
Beim Schloss Waldstein müssen wir zweimal links abbiegen

Bei der nächsten Möglichkeit (nach ca. 50 Metern) biegen wir erneut links ein um nochmals den Bach zu queren. Nach ein paar Häusern wird die etwas privat wirkende Einfahrt zu einem Feldweg, der bald zu steigen beginnt.

Feldweg nach einem durchquerten Gehöft in Waldstein
Feldweg nach einem durchquerten Gehöft in Waldstein

Ab sofort folgen wir dem Weg mit der Nummer 15, doch die Wegmarkierung lässt zu wünschen übrig. Gelegentlich treffen wir auf verblasste rot-weiss-rote Markierungen, manchmal lediglich eine schwarze 15, ansonsten helfen rote Punkte weiter.

Hinauf zur Ruine Waldstein
Hinauf zur Ruine Waldstein

Nach einem kurzen Anstieg durch den Wald erreichen wir eine Wiese, rechts erkennen wir bereits die Ruine Waldstein. Am Gipfel linker Hand versteckt sich der sogenannte Hungerturm, der zur ehemaligen Burg Waldstein gehörende Wohnturm.

Beide Gemäuer können besichtigt werden und sind den kleinen Umweg wert!

Die Ruine Waldstein
Die Ruine Waldstein

Wollen wir den Hungerturm nicht besichtigen – der Abstecher dauert etwa eine halbe Stunde – halten wir uns nach rechts und queren die Wiese. Bei der Ruine Waldstein haben wir den Höhenrücken erreicht, dem wir von nun an nach links folgen.

Blick zum Hungerturm
Blick zum Hungerturm
Blick aus dem Hungerturm (links) und dem Burgfried der Ruine Waldstein
Blick aus dem Hungerturm (links) und dem Burgfried der Ruine Waldstein
Am Höhenrücken angekommen
Am Höhenrücken angekommen

Für ein kurzes Stück folgen wir einem Forstweg, dann zweigt ein schmaler Steig nach links ab. Dieser bringt uns schlussendlich in die Nähe des Gehöfts Topenauer, wo uns ein kurzes Straßenstück bevorsteht.

Waldweg und Markierungen
Waldweg und Markierungen
Vom finsteren Wald...
Aus dem finsteren Wald gelangen wir…
...auf eine frostige Lichtung
…auf eine frostige Lichtung
Beim Gehöft Topenauer
Beim Gehöft Topenauer
Blick zurück zur Ruine Waldstein
Rückblick zur Ruine Waldstein

In einer scharfen Linkskehre genießen wir die Aussicht zu den Gipfeln des Grazer Berglands.

Ausblick: links Hochlantsch und Rote Wand, rechts Hochtrötsch
Ausblick: links lugen Hochlantsch und Rote Wand hervor, rechts der Hochtrötsch

Danach folgen wir der Straße weiter, in einer Linkskurve zweigen auf der rechten Seite zwei Forstwege ab, wir entscheiden uns für den linken. Zwischendurch scheint der Weg nur wenig benützt, ist an Hand der Geländeform aber gut zu erkennen.

Weg
Am Weg

Wenig später berühren wir wieder die Straße, folgen dieser aber nicht, sondern bleiben rechts auf einem sonnigen Forstweg, welcher uns oberhalb des Gehöfts Schank vorbeiführt.

Sonniger Weg beim Gehöft Schank
Sonnseitiger Weg beim Gehöft Schank

Nachdem wir wieder in den Wald eintreten, zweigt unsere Route bei einem Bildbaum nach rechts ab, eine schwarze 15 an einem Baum weist uns den Weg. Nun folgt der wohl schönste Abschnitt unserer Wanderung.

Unscheinbare Wegmarkierung
Unscheinbare Wegmarkierung

Der schmale Pfad verläuft vorerst eben im Hang, beginnt danach zu steigen und quert zweimal eine Forststraße. Bald befinden wir uns unterhalb der Radarstation auf der Reicherhöhe. Mit einer Seehöhe von etwas über 1000m haben wir nun den höchsten Punkt der heutigen Tour erreicht und genießen den schönen Ausblick auf die Gleinalm.

Ein fast schon kitschig schöner Weg
Ein fast schon kitschig schöner Weg
Unterhalb der Reicherhöhe
Unterhalb der Reicherhöhe
Ausblick zur Gleinalm
Ausblick zur Gleinalm
Die Radarstation auf der Reicherhöhe
Die Radarstation auf der Reicherhöhe
Der Weiterweg
Der Weiterweg

Danach erreichen wir wieder einen Fahrweg und verlassen nun den Weg Nummer 15. Wir durchqueren, den wachsamen Hund nicht aus den Augen lassend, ein weiteres Gehöft. Nach einer kurzen Waldpassage mit wiederum herrlichen Ausblicken erreichen wir bei einer Kapelle an einer Kreuzung den ehemaligen Gasthof Hubertushöhe.

Nochmals Aussicht: links das Rennfeld, in der Mitte wieder Hochlantsch und Rote Wand
Nochmals Aussicht: links das Rennfeld, in der Mitte wieder Hochlantsch und Rote Wand
Die Kreuzung bei der Hubertushöhe
Die Kreuzung bei der Hubertushöhe: nach links der Markierung (Weg 534) folgen

Hier treffen wir auf den von Übelbach heraufziehende Wanderweg 734, dem wir geradeaus bis zur Fensteralm (Gehzeit ca. 4 Stunden) folgen könnten. Doch das machen wir ein andermal und steigen nun links nach Übelbach ab.

Der Abstieg nach Übelbach steht dem bisherigen Weg um nichts nach
Der Abstieg nach Übelbach steht dem bisherigen Weg um nichts nach
Im Abstieg
Im Abstieg

Dieser Weg ist nun ausgezeichnet mit rot-weiss-roten Markierungen ausgestattet, so können wir unbeschwert und ohne Orientierungsprobleme wandern. Über eine Mischung aus Wanderwegen, Forstwegen und einem Stück auf der Zufahrtsstraße zur Hubertushöhe erreichen wir schließlich den Ortskern der Marktgemeinde Übelbach.

Gut markiert
Gut markiert
Aussichtsreicher Hochsitz
Aussichtsreicher Hochsitz
Das Ortszentrum von Übelbach
Das Ortszentrum von Übelbach

Hier wenden wir uns nach links und an der Hauptstraße entdecken wir schon einen Wegweiser zum Bahnhof. Dort besteigen wir die S-Bahnlinie S11 und fahren nach Waldstein zurück.

Unter der Woche gibt es stündliche Verbindungen, am Samstag nur einige wenige. Da empfiehlt es sich, in Übelbach zu parken und den Transfer nach Waldstein bereits vor der Wanderung durchzuführen. Hier der Link zum Fahrplan.

Die Länge der beschriebenen Runde beträgt knapp 11 Kilometer, 600 Höhenmeter sind zu überwinden. Mit Pausen ist mit einer Gehzeit von etwa 4 Stunden zu rechnen.

Hier gibt es den GPS Track der Tour zum Download sowie eine Übersichtskarte:

 

Hinweis: Weitere Artikel aus der Serie Wandertipps für die „ungemütliche Jahreszeit“:



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4 thoughts on “Tipp: Hoch über’m Übelbachtal

  1. Super! Sind heute gegangen. Dank der tollen Beschreibung haben wir auch an den schlecht markierten Strecken gut weiter gefunden. Sehr empfehlenswert. LG

  2. Dieser Weg stand schon lange auf der Wunschliste, gestern bei dem herrlichen Herbstwetter hat es gepasst! Mit Hilfe der ausgezeichneten Beschreibung haben wir uns gut orientieren können. Eine wunderschöne Route. Herzlichen Dank! – Roswitha Karpf mit drei Freundinnen.

  3. Ich möchte noch anfügen, dass es jetzt bei dem Gehöft zwischen Reicherhöhe und dem ehemaligen Gasthof Hubertushöhe keinen Wachhund, sondern einen verspielten, halbjährigen Bernhardiner gibt. – Roswitha

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