Salzsteigweg 09: Durch die Wölzer Tauern

Unterwegs am 09er
Unterwegs am 09er

Die mittel­fristige Wetter­prognose spricht eindeutig gegen eine Fort­setzung am Zentral­alpen­weg in Tirol. Auf beinahe 3000m möchte ich in keine Schlecht­wetter­front geraten. Als Ausweich­ziel dient somit der 09er, genug Weg für zehn Tage Rest­urlaub ist auch hier vorhanden.

Wenn ich es schaffe, gegenüber der Etappenplanung aus dem Wanderführer einen Tag aufzuholen, könnte ich den Salzsteigweg sogar noch in diesem Urlaub beenden.

Ausschließen will ich das nicht, aber das Motto lautet: Schauen, wie weit ich komme! Wie gesagt, das Wetter.

Anreise im nicht gerade überfüllten Regionalzug
Anreise im nicht gerade überfüllten Regionalzug

Nach gut zweistündiger Anreise bin ich um 8:40 Uhr am Bahnhof von Wörschach startklar. Hier war letztes Mal Schluss.

Tag 8: Wörschach – Planneralm

Heute möchte ich bis Donnersbachwald kommen, damit wäre der besagte Tag in der Tourenplanung schon beinahe aufgeholt.

Blick in Richtung Aigen (hinter den Hügeln)
Blick in Richtung Aigen (hinter den Hügeln)

Der Weg beginnt flach, ich wechsle auf die andere Seite des Ennstals. Bei den freundlichen Damen am Gemeindeamt von Aigen hole ich mir meinen Stempel.

Das hat den Vorteil, dass man dort nicht versucht, mir etwas zu verkaufen. Wenn ich einen Stempel etwa bei einem Wirtshaus einhole, fühle ich mich immer verpflichtet, auch etwas zu konsumieren. Nach einer dreiviertel Stunde Marsch möchte ich das jetzt eigentlich noch nicht tun.

Im Tal des Gullingbachs
Im Tal des Gullingbachs

Nun folgt ein weiter Weg ins Gullingtal. Forststraße, aber dafür gut zu gehen, nebenbei rauscht der Bach. Dadurch sind von hinten kommende Autos kaum zu hören, doch die wenigen Autofahrer sind geduldig. Keiner versucht, mich von der Straße zu hupen.

Gar nix darf man hier!
Gar nix darf man hier!

Nach gut drei Stunden – bereits 17 Kilometer stehen zu Buche – beginnt die Straße zu steigen. Nach einer kurzen Rast erreiche ich die Schnabelhütte auf der Ranzenkaralm. Die Stempel- und Getränkepause ist nun willkommen. Die Alm wird von zwei rüstigen Damen bewirtschaftet, die ihren Kühen bei Bedarf auch mit dem Moped hinterher jagen.

Der Talschluss wird sichtbar, dahinter befindet sich die Planneralm
Der Talschluss wird sichtbar, dahinter befindet sich die Planneralm
Die Schnabelhütte auf der Ranzenkaralm
Die Schnabelhütte auf der Ranzenkaralm
Ein mich skeptisch beäugender Almbewohner
Ein mich skeptisch beäugender Almbewohner

Die Forststraße hat bald ein Ende, es beginnt der Aufstieg zum Plannerknot. Hier überschreitet der Weg das erste Mal die 2000m-Marke. Zumindest wenn ich mich auf die Zehenspitzen stelle und die Wanderstöcke in die Luft werfe.

Aufwärts durch einen Krautgarten
Aufwärts durch einen Krautgarten
Blick zurück, von ganz hinten komm ich her
Blick zurück, von ganz hinten komm ich her

Nein, lediglich 1996m kann der kleine Gipfel vorweisen. Der erste 2000er wird bis morgen warten müssen, denn mittlerweile ist mir klar: Bis Donnersbachwald werden mich meine Beine heute nicht mehr tragen. Auf der Planneralm ist Schluss für heute, der Aufstieg hat doch mehr Zeit und Kraft gekostet, als gedacht.

Am Plannerknot (1996m)
Am Plannerknot (1996m)
Die Planneralm
Die Planneralm

Ich nächtige im Gästehaus Lackner, welches sich sichtlich – wenn auch nicht ganz erfolgreich – bemüht, den Charme eines Schulskikurs-Quartiers abzulegen. Doch ich bekomme ein Achtbett(!)-Zimmer für mich alleine und das Frühstücksbuffet ist üppigst bestückt, somit kann ich am nächsten Tag zufrieden weiterwandern!

Tag 9: Planneralm – Mörsbachhütte

Auf der Planneralm gesellt sich für zwei Tage der Zentralalpenweg zu meiner Route, somit komme ich in gewisser Weise doch noch zu einer Tour am 02er. Der kommende Wegabschnitt ist mir also von meiner Durch­querung der Steiermark­ 2011 wohl bekannt.

Wegmarkierungen
Wegmarkierungen

Trübes Wetter erwartet mich heute, doch noch regnet es nicht. Um die günstigen Bedingungen auszunutzen, erlaube ich mir eine kleine Abkürzung und lasse die Goldbachscharte aus und marschiere auf direktem Weg zur Karlspitze.

Gatschpartie
Gatschpartie

Zwischendurch lassen die Wolken sogar etwas vom Rund der Sonnenscheibe erkennen, doch eine nachhaltige Wetterbesserung ist nicht in Sicht.

Ein bisschen Sonne
Ein bisschen Sonne

Der Gipfel der Karlspitze verschwindet immer wieder im Nebel, im Gipfelbuch hinterlasse ich einen Gruß an die Weitwanderkollegen Gtwo und Beigl, beide sind am 02er unterwegs und sollten in wenigen Tagen hier vorbeikommen. Später erfahre ich, dass sie ihre Tour wegen Schlechtwetter abgebrochen haben.

Weg in den Nebel
Weg in den Nebel
Zur Karlspitze
Zur Karlspitze

Von der Karlspitze geht es hinunter zur Karlscharte, dort scharf links zur Micheliringalm. Ab da wandere ich abwechselnd auf Forststraßen und schönen Wanderwegen ins Tal.

In der Karlscharte
In der Karlscharte
Abstieg nach Donnersbachwald
Abstieg nach Donnersbachwald
Schuppen am Weg
Schuppen am Weg

Knapp bevor ich ins Tal komme, buche ich meinen Schlafplatz in der Mörsbach­hütte, in dem Moment beginnt es auch leicht zu regnen.

Donnersbachwald
Donnersbachwald

Den ersten heftigen Regenschauer sitze ich in Donnersbachwald bei einem saftigen Burger aus. Das dortige Hotel will mich nur auf der Terrasse vor dem Haus bedienen, ob es wirklich an Platzproblemen oder meiner eventuell nicht mehr ganz sauberen Kleidung liegt, erfrage ich besser nicht.

Die Mörsbachhütte habe ich heute nach ganz für mich alleine
Die Mörsbachhütte habe ich heute nach ganz für mich alleine

Die Mörsbachhütte wird heuer zwar nicht bewirtschaftet, kann aber als Selbst­versorger­hütte genutzt werden. Den Schlüssel gibt es beim benachbarten Wirt abzuholen. Somit komme ich in den Genuss, die große Hütte ganz für mich alleine zu haben. Fast schon ein wenig unheimlich, doch ich schlafe tief und fest.

Freie Platzwahl im Lager
Freie Platzwahl im Lager

Tag 10: Mörsbachhütte – Erzherzog-Johann-Hütte

Ein alter Bekannter, mein aktuelles Projekt und vielleicht eine Aufgabe für die Zukunft?
Ein alter Bekannter, mein aktuelles Projekt und vielleicht eine Aufgabe für die Zukunft?

Ich starte früh, um erneut die Gunst des besseren Wetters am Morgen zu nutzen. Ein fünfhundert Höhenmeter schwerer Anstieg auf die Gstemmerscharte wartet auf mich.

Meine geselligen Nachbarn!
Meine geselligen Nachbarn!

Etwas mitleidig betrachte ich im Vorbeigehen die Zelte der grünen Gesellen bei der Nachbar­hütte. Wohl für gutes Geld dürfen sie hier jedem Komfort entsagen, in der vagen Hoffnung auf Visionsfindung.

Bei der hinteren Mörsbachalm
Bei der hinteren Mörsbachalm
Wegloser Aufstieg
Wegloser Aufstieg
In der Gstemmerscharte
In der Gstemmerscharte

Auf der Gstemmerscharte beginnt es wieder zu nieseln, daher halte ich mich dort nur kurz auf. Im Abstieg wird der Regen bald stärker, somit muss die Regenmontur aus dem Rucksack. Verhindern, dass ich – immerhin das einzige Mal auf dieser Tour – durch und durch nass werde, kann sie aber nicht.

Runter ins Mößnakar
Runter ins Mößnakar
Stolperfalle am Weg
Stolperfalle am Weg

Zum Glück fährt hier im Sölktal an einem Sonntag kein Bus, sonst würde ich einen Abbruch ernsthaft in Betracht ziehen. Spaß macht es mit kalten und klammen Fingern nämlich gerade keinen, immerhin kann ich mich in einem Wartehäuschen in Mößna kurz unterstellen. Danach marschiere ich auf der Bundesstraße weiter nach St. Nikolai, wo ich beim Wirt auf Stempel und Grillteller einkehre.

Dort geh ich hin, da komm ich grad her!
Dort geh ich hin, da komm ich grad her!

Als ich diesen wieder verlasse erwartet mich eine große Überraschung: Blauer Himmel über mir! In St. Nikolai biegt der 02er in die Schladminger Tauern ab, nun da wieder unbekanntes Terrain vor mir liegt, gibt es auch wieder besseres Wetter.

Dank vollem Magen muss ich passen!
Dank vollem Magen muss ich passen!

Ein Stück muss ich noch auf der Sölkpassstraße bleiben, dann zweige ich auf den Römerweg ab. Ob dieser tatsächlich auf eine lange Historie zurück blicken kann, finde ich nicht heraus. Aber er bringt mich über einige sumpfige Wiesen, welche endgültig für durchnässte Schuhe sorgen, zur Erzherzog-Johann-Hütte.

Der Römerweg zur Erzherzog-Johann-Hütte
Der Römerweg zur Erzherzog-Johann-Hütte

Dort übernachte ich wiederum als einziger Gast, somit kann ich mich und meine feuchte Kleidung im Lager ungestört ausbreiten.

Tag 11: Erzherzog-Johann-Hütte – St. Peter am Kammersberg

Heute stehen zwei Wegvarianten zur Auswahl. Die offizielle 09er-Route macht einen Bogen zur Mahdfeldalm und verläuft danach aussichts­reich im Hang. Eine gern begangene kürzere Variante weist direkt nach oben.

Bei der Mahdfeldalm
Bei der Mahdfeldalm

Da ich heute mit Sonnenschein begrüßt werde, wähle ich den Originalweg. Bei der Mahdfeldalm gibt es gekühlte Getränke im Brunnen. Gerne würde ich eine Flasche für später mitnehmen, doch mein Kleingeldvorrat ist leer. Und weder will ich hier die Zeche prellen, noch 20 Euro für eine Limonade ausgeben.

Der Weg erweist sich als mühsam: eine Abzweigung übersehe ich, danach ist wieder sumpfiges Gelände zu überwinden. Aber landschaftlich habe ich sicher die bessere Alternative gewählt.

Ein Felsen mit eingebautem Höhenmesser
Ein Felsen mit eingebautem Höhenmesser

Oben, im Bereich der Haseneckscharte hängen noch dicke Nebelfetzen. Doch da sich der Aufstieg in die Länge zieht, lasse ich dem Nebel genug Zeit, sich zu aufzulösen. Kaum bin ich am höchsten Punkt angekommen, öffnet sich die Aussicht in alle Richtungen.

Ausblick von der Haseneckscharte
Ausblick von der Haseneckscharte

Die Haseneckscharte ist ein markanter Punkt am Salzsteigweg: Denn hier auf 2205 m überquert der 09er den Alpenhauptkamm, nun verlasse ich das Einzugsgebiet der Enns. Der Schweiß, den ich ab hier vergieße, fließt über Mur und Drau ins Schwarze Meer.

Ein haariger Wandersmann
Ein haariger Wandersmann
Zur Hölzlerhütte
Zur Hölzlerhütte

Nach längerem Abstieg stellt man mir bei der Hölzlerhütte ungefragt einen riesigen Fleischberg vor die Nase. Dabei habe ich doch nur ein simples Schweinsbratenbrot bestellt! Noch weiß ich nicht, dass ich später dafür noch sehr dankbar sein werde…

Die Wölzer Tauern sind bekannt für ihre langen Täler, mit dem zweiten davon mache ich nun Bekanntschaft. Weit muss ich hinausmarschieren, bis ich die Ortschaft Hintere Pöllau erreiche. Im Vergleich zu den Bergen, die ich gerade durchquert habe, wartet die Landschaft hier mit außergewöhnlich sanften Formen auf: Wiesen, Felder und bewaldete Hügel.

Ungewohnt sanfte Landschaft
Ungewohnt sanfte Landschaft

Beim Gasthof Waldhof kann ich den ersten Blick hinunter auf St. Peter am Kammersberg werfen. Hundert Höhenmeter Abstieg noch, dann kann ich mit der Quartiersuche beginnen.

Willkommensgruß in St. Peter am Kammersberg
Willkommensgruß in St. Peter am Kammersberg

Halt, schwerer Fehler! Denn nach einiger Herumfragerei im Ort stellt sich heraus, dass der aussichtsreich gelegene Waldhof die einzige Übernachtungs­möglichkeit in St. Peter am Kammersberg bietet. Immerhin: ein Zimmer haben sie für mich frei – also stapfe ich wieder hinauf.

Schlafen kann ich dort zwar, ansonsten ist Ruhetag. Zum Essen muss ich ein zweites Mal in den Ort hinunter spazieren. Doch anstatt meine Kalorientanks wieder auffüllen zu können, werde ich zum tragischen Helden in der Tragödie zweiter Teil: Im Ort verteilte, eine italienische Spezialität anpreisende Wegweiser locken mich ins Restaurant SteirerMen und zufrieden wähle ich aus der am Tisch aufliegenden Pizzakarte. Doch – ätsch-bätsch! – mir wird beschieden, dass ich hier und heute keine Pizza bekommen werde. Montags nie!

Die Suche nach einem Alternativlokal verläuft ergebnislos, die Schließzeiten der beiden Supermärkte im Ort verpasse ich knapp.

Fazit: Wer an einem Montagabend in St. Peter am Kammersberg hungrig ist – bleibt hungrig!

Tag 12: St. Peter – Murauer Hütte

Blick auf St. Peter am Kammersberg
Blick auf St. Peter am Kammersberg

Nachdem das Frühstücksbuffet für den gestrigen Nahrungsentzug entsprechend gebüßt hat, marschiere ich heute ein drittes Mal hinunter in den Ort. Diesmal jedoch, um ihn zu durchqueren und endgültig hinter mir zu lassen.

Nachdem ich beim örtlichen ADEG, wo man mich gestern bei der Quartiersuche bereits hilfreich beraten hat, meinen Proviant aufstocke, nehme ich den Aufstieg zur Stolzalpe in Angriff.

Viele Forststraßenhöhenmeter sind heute dabei
Viele Forststraßenhöhenmeter sind heute dabei

Rauf geht es wieder flott, bis zur einsamen Stolzerhütte dient eine Forststraße als Wanderunterlage. Heute halte ich jedoch mein Tempo im Zaum, den Fehler vom ersten Tag wiederhole ich nicht.

Oberhalb der Stolzenhütte
Oberhalb der Stolzenhütte

Auf den letzten 200 Höhenmetern bremsen mich ohnehin die reifen Schwarzbeeren, den höchsten Punkt erreiche ich mit blauen Fingern.

Ein Wegweiser mit Vollbart
Ein Wegweiser mit Vollbart

Der Gipfel der Stolzalpe ist eine sanfte Graskuppe, auch wenn unterwegs ein Wegweiser zur Stolzalpen­spitze weist. Die Aussicht ist zwar etwas zugewachsen, aber ein Stück vom 09er kann ich in beide Richtungen erkennen, die Niederen Tauern im Norden, die Nockberge im Süden.

Am Gipfel der Stolzalpe
Am Gipfel der Stolzalpe

Nach ausgiebiger Pause wechsle ich hinüber auf den Nebengipfel, dort steht eine, um ein sandsteinernes Wetterkreuz gebaute, Kapelle. Einen Bonusstempel drücke ich hier in meinen Wanderführer.

Der nun folgende Abstieg ist eine der positiven Überraschungen dieses Weges, durch herrlich grüne Wälder führt der sanfte Weg. Bis man plötzlich das Landes­krankenhaus Stolzalpe durch die Bäume sieht.

Am Wegesrand
Am Wegesrand

Mit einem entgegenkommenden Pärchen führe ich folgenden Dialog:

Is‘ noch weit zum Gipfel?
Naja, eine Stunde sicher noch…
(etwas enttäuscht) achso… Is‘ wenigstens die Hütte auf?

Die Bestimmtheit der letzten Frage irritiert mich etwas, denn…

Da oben gibt’s keine Hütte!

Ich marschiere weiter, höre sie noch resignierend beratschlagen. Und bei meiner nächsten Pause spazieren sie schon wieder talwärts an mir vorbei. Schade, da haben sie einen netten Gipfel verpasst, aber ein wenig Auseinandersetzung mit dem Thema Tourenplanung hätte ihnen wohl auch nicht geschadet.

The Shining auf steirisch
The Shining auf steirisch

Ich irre ein wenig um das niedriger gelegene der beiden großen Krankenhausgebäude herum. Wie sich zeigt, gibt es hier eine Wegänderung im Vergleich zu meiner Karte. Ich komme am Gasthof Käferhube vorbei, aber da ich bald in Murau eintreffen werde, kehre ich nicht ein.

Nach Erwerb eines kleinen Snacks im Supermarkt gehe ich durch die Stadt zur Tourismus­information. Als ich dort eintrete, erhalten gerade drei stolze Jungwanderer ihre Urkunden ausgestellt. Und jedem wird zur Belohnung – wohl zur grenzenlosen Freude ihrer Eltern – eine Trillerpfeife ausgehändigt!

Damit ich auch irgendwann mal ein Pfeiferl bekomme, bitte ich artig um einen Stempel…

Mur(au)
Mur(au)

In Murau befindet sich die Zwei-Drittel-Marke des Salzsteigwegs. (Yippie!)

Hier ist auch ein guter Punkt, die Tour abzubrechen und mit der Murtalbahn heimwärts zu fahren. Nachdem sich die Wettervorhersage seit meinem Abmarsch nicht wirklich gebessert hat und weiterhin bloß ein so lala prognostiziert, habe ich mich in den vergangenen Tagen schon damit abgefunden, es hier gut sein zu lassen.

Doch gestern abend haben Hans und Grete ihre Begleitung bis zur Turracher Höhe angekündigt, was natürlich meinen Motivationgrad um einige Größenordnungen nach oben schnellen ließ.

Also mache ich heute noch den (vergleichsweisen) kurzen Sprung hinauf zur schönen Murauer Hütte, wo meine künftigen Mitwanderer bereits während dem ersten Getränk eintreffen!

Somit: Fortsetzung folgt! 🙂

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2 thoughts on “Salzsteigweg 09: Durch die Wölzer Tauern

  1. Wieder ein interssanter Bericht, freue mich jedes mal schon darauf wieder deine Erlebnisse auf dem 09er zu lesen, so kann ich immer wieder unsere tolle Zeit auf diesem schönen Weg Revue passieren lassen und wie so oft erlebtebten wir genau das Gleiche wie du bzw. hatten wir genau den selben Blickwinkel. Wirklich amüsant dein Bericht und auch schöne Bilder.
    In St. Peter am Kammersberg ging es uns eine Spur besser wie dir, aber auch wir hatten dort so unsere Probleme.
    Wir kamen an einem Samstag dort an und da wir in den Etappenorten zuvor immer genügent Quartiere am Weg sahen, reservierten wir hier nichts vor und als wir den ersten Blick auf den doch sehr großen Ort hatten, gingen wir auch an dem Gasthof Waldhof vorbei. Dann im Ort die Ernüchterung, Der Murrauerhof welcher im Tourenführer noch angeführt ist, schon seit längerer Zeit geschlossen. Also kurz im Kaufhaus mit den dringend benötigten Getränken versorgt und um Rat gefragt. Entweder retour zum Waldhof oder vielleicht das Ehepaar Lindschinger aber sicher sind sie nicht ob die noch vermieten. Also die nur 50 Meter der Straße Richtung Westen gefolgt und schon haben wir das besagte Haus gefunden. Die beiden Hausbesitzer beide schon um die 80 waren gerade vorm Haus und als wir ganz armselig und müde um Herberge fragten waren sie zuerst ein wenig unschlüssig, schließlich haben wir ihnen anscheinend doch leid getan und sie haben uns überaus freundlich mit einem Bergüßungsschnapserl bei sich aufgenommen. Ein einfaches Zimmer mit Dusche und Wc am Gang und einem ausgiebigen Frühstück für 25€.
    Zum Abendessen haben sie uns die alte Mühle vorgeschlagen, eine günstige Jausenstation die nach Überquerung des Katschbaches direkt am 09 er liegt. Was sie aber nicht wussten, das dieses Lokal eine Woche zuvor Besuch von der Lebensmittelpolizei hatte und die den Zustand der Küche bemängelten und desalb keine Speisen mehr verkauft werden. So suchten wir auch den Steirer Men auf und Samstag hatten wir hier Glück den nur am Wochenende gibts Pizza und die war OK.
    Freue mich schon auf den nächsten Bericht.
    LG
    Andi

    1. Bei dem älteren Ehepaar war ich auch, habe wohl beim ADEG die gleichen Tipps bekommen. Leider hatten sie kein Zimmer für mich, bzw. war ich mir nicht sicher, ob sie mein Anliegen überhaupt verstanden.

      Der Murauerhof eröffnet übrigens im September neu, mit einem Schwerpunkt auf osteuropäische (ungarische?) Küche, ob mit oder ohne Übernachtunsmöglichkeit kann ich nicht sagen.

      Ich habe die Tafel bei den SteirerMen so verstanden, dass es von Dienstag bis Samstag Pizza gibt. Bei dem Wirt war ich übrigens schon mal nach einem Skitourenkurs, fand ich damals schon eigenartig.

      Mit dem Waldhof war ich letztlich sehr zufrieden!

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