Salzsteigweg 09: Das Ende der Berge

Auf der Gerlitzen, abseits des Gipfels
Auf der Gerlitzen, abseits des Gipfels

Nach drei Wochen kehre ich wieder zurück auf den Salzsteig­weg, welchen ich in Wiedweg verlassen habe. Genau dort setzen Werner und ich heute fort. Uns erwarten die letzten Aus­läufer der Nock­berge, die gleichzeitig die letzten Erhebungen am 09er sind.

Doch ganz ans Ziel werden wir es in diesen zwei Tagen nicht schaffen, die letzte Tagesetappe wird warten müssen.

Tag 16: Wiedweg – Wöllaner Nock – Arriach

Weitwandern Sie noch oder spielen Sie schon Golf?
Weitwandern Sie noch oder spielen Sie schon Golf?

Auf einer Forststraße schrauben wir uns schnell 700 Meter höher bevor wir die erste Pause einlegen. Auch wenn die 09er-Markierung weiterhin entlang der Straße verläuft, schlagen wir eine Route ein, die uns über einen aussichtsreichen Rücken zum Gipfel der Kaiserburg bringt.

Im Aufstieg
Im Aufstieg
Am Wanderweg
Am Wanderweg
Der Wöllaner Nock kommt ins Blickfeld
Der Wöllaner Nock kommt ins Blickfeld
Werner
Werner

Bisher haben wir kaum Wanderer getroffen, doch in der Nähe des Gipfels wimmelt es regelrecht von Touristen. Kein Wunder, ist die Kaiserburg doch von einer Seilbahn bestens erschlossen.

Ein langer Rücken zur Kaiserburg
Ein langer Rücken zur Kaiserburg
Spiel mir das Lied von den Bergen...
Spiel mir das Lied von den Bergen…
Gipfelbereich der Kaiserburg
Gipfelbereich der Kaiserburg

Im Seilbahnrestaurant kehren wir kurz ein, machen uns aber nach einem schnellen Getränk auf den Weiterweg zum Wöllaner Nock. Gerade jetzt zieht leider Nebel auf, daher können wir die Aussicht vom letzten 2000er am Weg nicht genießen. Aber so nebenbei: Welches touristische Irrlicht ist denn der glorreichen Idee verfallen, den Gipfel mit der Planierraupe zu bearbeiten?

In Abwesenheit der Aussicht können wir die Naturbelassenheit des Gipfels intensiv aufsaugen
In Abwesenheit der Aussicht können wir die Naturbelassenheit des Gipfels intensiv aufsaugen
Am Weg zum Vorderen Wöllaner Nock
Am Weg zum Vorderen Wöllaner Nock

Vom südlichen Vorgipfel sehen wir bereits hinunter nach Arriach, unserem Tagesziel. Auch den morgigen Aufstieg zur Gerlitzen können wir bereits begutachten.

Blick auf Arriach und die Gerlitzen, deren rechte Schulter wir morgen überschreiten
Blick auf Arriach und die Gerlitzen, deren rechte Schulter wir morgen überschreiten

Dazu müssen wir aber erst 1200 Höhenmeter ins Tal absteigen. Den Mittelpunkt Kärntens könnten wir hier besichtigen, lassen den Abstecher aber aus.

Im frisch wiedereröffneten und unter niederländischer Flagge geführten Gasthof Arriach kommen wir gut unter. Zu abend geschmaust wird hingegen in der Alten Point, etwas gehoben, trotzdem gut!

Tag 17: Arriach – Gerlitzen – Villach

Unser Wirt zielt nicht primär auf deutsche Gäste ab
Unser Wirt zielt nicht primär auf deutsche Gäste ab

Frühstück gibt es nicht vor acht Uhr, daher wird es etwas später, bis wir loskommen. Zumindest die Gerlitzen sollten wir hinter uns bringen, bevor die angekündigten Niederschläge eintreffen.

Die Morgensonne gibt ein kräftiges Lebenszeichen
Die Morgensonne gibt ein kräftiges Lebenszeichen
Rückblick auf Arriach und den Wöllaner Nock
Rückblick auf Arriach und den Wöllaner Nock

Wieder beginnt der Aufstieg mit einer langen (Forst-)Straßenpartie. Erst ab der Hinterbuchholzer Hütte stehen wieder Wanderwege auf dem Programm, die dafür umso schöner sind. Die Ausläufer der Gerlitzen queren wir auf einer einsamen Alm.

Lange marschieren wir auf Forststraßen
Lange marschieren wir auf Forststraßen
Ein Herz für Weitwanderer - muss auch sein, dass man mal muss!
Ein Herz für Weitwanderer – muss auch sein, dass man mal muss!
Der Alpe-Adria Trail ist für längere Zeit unser Begleiter
Der Alpe-Adria Trail ist für längere Zeit unser Begleiter
Wanderweg
Wanderweg
Der Dobratsch bei Villach unter den Armen einer einsamen Lärche
Der Dobratsch bei Villach unter den Armen einer einsamen Lärche
Eine sanfte Alm ist die letzte nennenswerte Erhebung am 09er
Eine sanfte Alm ist die letzte nennenswerte Erhebung am 09er
Versteckte Markierung
Versteckte Markierung

Beim Steinernen Tisch beginnt der lange und steile Abstieg nach Treffen am Ossiacher See. Bald erreichen wir die Steinwenderhütte, entgegen den Angaben im Wanderführer ist diese bewirtschaftet und auch gut besucht. Unseren Hunger heben wir uns jedoch fürs Tal auf.

Steil hinunter nach Treffen am Ossiacher See
Steil hinunter nach Treffen am Ossiacher See

Nach einer kurzen Rast und einem Eisbecher in Treffen marschieren wir weiter. Bald muss die Regenmontur aus dem Rucksack, ein heftiges Gewitter geht über uns nieder und durchnässt uns bis auf die Knochen. Erst als der Schauer schon wieder am abziehen ist, erreichen wir eine Unter­stands­möglichkeit in Eichholz.

Jenseits von Treffen holt uns der Regen ein
Jenseits von Treffen holt uns der Regen ein
Ein altes Gehöft wird durchquert
Ein altes Gehöft wird durchquert

Nach Donau, Steyr, Enns und Mur erreichen wir schließlich mit der Drau den fünften großen Fluss im Verlauf des Salzsteigwegs. Einige Kilometer spazieren wir an ihrem Ufer bis wir schließlich in Villach einmarschieren. Der Weg ist durch das ganze Stadtgebiet gut markiert und bringt uns auf netten Parkwegen nach Villach-Warmbad, wo wir gestern das Auto abgestellt haben.

Entlang der Drau
Entlang der Drau

Läppische 15 Kilometer und ein Stempel fehlen jetzt noch bis zum Ende des Weges in Arnoldstein. Nun besteht kein Zweifel mehr, der 09er wird heuer noch beendet!

Vielen Dank an Hans für den Taxidienst, der uns diese Wochenendtour überhaupt erst ermöglicht hat. An einem Samstag fährt frühmorgens kein Bus nach Wiedweg. Dass am Wahrheitsgehalt der Aussage In Villach-Warmbad kann man gratis parken hingegen noch zu feilen ist, sei hiermit verziehen. Der kleine Parkplatz auf dem Luftbild ist mittlerweile einem Parkhaus der Therme gewichen. 12 Euro pro Tag, ohne Schmäh.

Link: Das Ende des Weges und ein Bonusgipfel

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4 thoughts on “Salzsteigweg 09: Das Ende der Berge

  1. Kein touristisches Irrlicht (obwohl sowas ja leicht anzunehmen wäre – Vorbereitungen für einen Parkplatz oder sowas :)), sondern das Bundesheer. Die hatten heuer im Sommer am Wöllaner Nock ‚testweise‘ ein mobiles Radargerät stehen. So hats mir die Wirtin von der Geigerhütte erzählt. LG aus Treffen

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