Auf die Ranerwand!

Also normal ist das nicht: Nur wenige Berge können auf ihr eigenes Gipfelkreuz hinunter blicken. Die Verrenkungen so eines alpinen Sonderlings wollen wir heute genauer unter die Lupe nehmen.

Den höchsten Punkt der Ranerwand vermerkt die Karte mit 1307 Metern, doch fast 250 Meter tiefer trägt sie stolz ihr Kreuz. Entgegenhalten mag man ihr: Du bist ja gar kein eigener Berg, gerade mal ein Anhängsel des Hochlantsch.

Das mag schon sein, doch während sich am großen Bruder die Gipfelstürmer gegenseitig auf die Zehen treten, muss hier die Aussicht nicht geteilt werden – obwohl natürlich genug für alle da wäre!

Jedes Wort ist schon zu viel, soll es auch in Zukunft hier so einsam bleiben. Nenne ich sie ob des Ausblicks ohnehin nur Panoramawand, lange könnt ihr sie dann auf der Karte suchen! Ätsch, bätsch! Mir, mir allein, gehört dann dieser schöne Ort!

Aber an den Fotos sollt ihr euch erfreuen…

Keck steckt die Ranerwand ihre felsige Nase in den strahlend blauen Himmel!
Keck steckt die Ranerwand ihre felsige Nase in den strahlend blauen Himmel!
Einen luftigen Platz hat sich das Gipfelkreuz ausgesucht!
Einen luftigen Platz hat sich das Gipfelkreuz ausgesucht!
Schon zum Greifen nah
Schon zum Greifen nah
Sie knirscht und knarzt, aber die Leiter hält...
Sie knirscht und knarzt, aber die Leiter hält…
Gleich da!
Gleich da!
Wer das Weite sucht, hier könnte er fündig werden!
Wer das Weite sucht, hier könnte er fündig werden!
Oft in Büscheln anzutreffen, doch heute geben sich nur zwei Einzelgänger die Ehre: Im April kann man der Steirischen Kuhschelle (Pulsatilla styriaca) beim Erblühen zusehen.
Oft in Büscheln anzutreffen, doch heute geben sich nur zwei Einzelgänger die Ehre: Im April kann man der Steirischen Kuhschelle (Pulsatilla styriaca) beim Erblühen zusehen.
Früh blüht sich, was ein Lärchenzapfen werden will.
Früh blüht sich, was ein Lärchenzapfen werden will.
Knorriges Alpinstillleben
Knorriges Alpinstillleben
Nicht viele Gipfelkreuze lassen es sich gefallen, dass man von oben auf sie herabblickt.
Nicht viele Gipfelkreuze lassen es sich gefallen, dass man von oben auf sie herabblickt.
Und noch eine Perspektive...
Und noch eine Perspektive…
Es darf geschnauft werden: Am Wanderweg steil durch die Felsen der Ranerwand.
Es darf geschnauft werden: Am Wanderweg steil durch die Felsen der Ranerwand.
Frühling: Eine grüne Explosion in Zeitlupe.
Frühling: Eine grüne Explosion in Zeitlupe.

Na gut, dann will ich mal nicht so sein! Wer jetzt der Ranerwand zu Kreuze kriechen will, so wird’s gemacht:

Als Startpunkt dient der Parkplatz P4 der Bärenschützklamm in Mixnitz (Karte). Der in unmittelbarer Nähe beginnenden Forststraße Burgstall wird gefolgt, in einem Sattel wendet sie sich schließlich nach rechts. Nach weiteren 100 Metern zweigt links ein Weg ab und bringt die Wandersleut steil zu einem weiteren Forstweg hinauf. Erneut links!

Nach etwa 500m trifft man auf eine Abzweigung, von dort weist ein schmaler, steiler Pfad den Hang hinauf und an geeigneter Stelle durch die Felswand. Nach wenigen Minuten auf der anderen (Ost-)Seite des Rückens zeigt ein kleiner Steinmann linker Hand den Beginn eines schwach ausgetretenen Pfades an.

Dieser verläuft – immer im nötigen Respektabstand – an der Oberkante der Wand, bis links das Gipfelkreuz der Ranerwand nicht mehr zu übersehen ist, welches nach kurzem Abstieg (einzelne rot-weiß-rote Markierung) über eine Holzleiter erreicht wird.

Hinsetzen, schauen, genießen!

Und bitte: Psssst! Nicht weitersagen!

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