Willersdorfer Schlucht & Dreiländerecke

Kennst du das Gefühl? Es ist September, die Luft ist trocken und warm. Sehen kannst du es nicht, riechen aber schon. Ein feiner Geruch von trockenem Laub liegt in der Luft. Und du weißt sofort, das ist der erste Herbsttag!

Am Sonntag war dieser Tag. Wir steigen in Willersdorf aus dem Auto und nach zwei, drei tiefen Atemzügen ist klar: Das war’s für heuer mit dem Sommer! Und wir freuen uns auf die neue Jahreszeit, bald wird sich die Natur in bunte Farben hüllen…

Diesmal haben wir uns eine gemütliche Wanderung beinahe ohne Steigungen vorgenommen. Die Willersdorfer Schlucht und eine Drei(Bundes-)länderecke stehen am Wanderplan. Da wir unterwegs über einen Wegweiser zu einer Aussichtswarte stolpern werden, kommen wir später doch noch zu ein paar Höhenmetern.

Willersdorfer Schlucht

Die Bezeichnung Schlucht mag übertrieben wirken für das Tal, welches der Willersbach hier etwa 100 Meter in die sanften Hügel der Buckligen Welt gegraben hat. Weder schroffe Felswände noch tiefe Abgründe warten hier auf die Wanderer, stattdessen saftige Wiesen und dichter Auwald.

Der Weg ist dank der guten Markierung einfach zu finden, weiß-blaue Farbstreifen an den Bäumen führen uns sicher von Willersdorf zur Dreiländerecke. Auch die gelben Zeichen des lokalen Alpanonnia-Zubringerweges werden heute unsere Begleiter sein.

Die große Trauerweide im Zentrum von Willersdorf
Die große Trauerweide im Zentrum von Willersdorf
Über den Willersbach
Über den Willersbach
Die Sonne spiegelt sich im Willersbach
Die Sonne spiegelt sich im Willersbach
Im Auwald
Im Auwald
Dschungel-Feeling
Dschungel-Feeling

Zur Alpanonnia-Warte

Auf einer Wiese werden wir plötzlich von hunderten Großlibellen umschwärmt. Dank des Schauspiels trägt der den Platz in unserer Erinnerung nun den Namen Libellenwiese. Hier entdecken wir auch den Wegweiser zur Aussichtswarte bei Aschau, die ebenfalls im Rahmen des Alpanonnia-Weitwanderweges gebaut wurde.

Der Abstecher zur Alpannoniawarte dauert eine gute Stunde, am Rückweg zur Libellenwiese beschert uns eine „Abkürzung“ einige weglose Passagen.

Die 'Libellenwiese'
Die ‚Libellenwiese‘
Einer der dicken Brummer
Einer der dicken Brummer
Die Alpannoniawarte bei Aschau
Die Alpannoniawarte bei Aschau
Die Welt ist rund in und um Schmiedrait
Die Welt ist rund in und um Schmiedrait
Blick auf Hochneukirchen und den Hutwisch
Blick auf Hochneukirchen und den Hutwisch
Unser Rückweg verläuft suboptimal...
Unser Rückweg verläuft suboptimal…

Drei Länder, ein Stein

Nun marschieren wir wieder nach Norden, die letzten 30 Minuten bis zur Dreiländerecke gehen wir auf Güterwegen, doch die gesamte Wanderung wird durch einen informativen Naturlehrpfad sehr kurzweilig.

Jener Punkt wo die Steiermark, Niederösterreich und das Burgenland zusammen kommen wird durch einen großen Grenzstein markiert. 100 Jahre dürfte er schon da stahen, doch die Überlieferungen streiten, wer diese Grenzmarkierung aufgestellt hat und wann das war.

Zurück am Naturlehrpfad
Zurück am Naturlehrpfad
Wir kurven dahin
Wir kurven gemütlich dahin
Im Fichtenwald
Im Fichtenwald
Die Dreiländereckhütte mit dem Dreiländerstein
Die Dreiländereckhütte mit dem Dreiländerstein
Drei Ansichten eines Steins. Und die steirischen Farben kopfüber...
Drei Ansichten eines Steins. Und die steirischen Farben kopfüber…

Wir könnten von hier weiter nach Norden wandern, aber auf Grund der schon vorgerückten Uhrzeit müssen wir das auf ein andermal vertagen. Der Rückweg führt uns auf gleicher Route entlang des Willersbachs.

Hier gibt’s den GPS-Track zu dieser Tour, inklusive dem Abstecher zur Aschauer Aussichtswarte. Die direkte Strecke von Willersdorf zur Dreiländerecke ist übrigens mit sieben Kilometern beschildert.

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5 thoughts on “Willersdorfer Schlucht & Dreiländerecke

      1. Heute geht’s ma schwer von der Hand … 🙂 „nachdem ich nach Wien gezogen bin“. Die Runde um den Dreiländerstein ist im ersten Bernd Orfer Buch drinnen.

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