Schwarzkogel: Einsame Wege, einsamer Gipfel

Da sind wir wohl wieder einmal in einer besonders einsamen Gegend gelandet. Denn anstatt den blitzenden Messern der Schwammerlsucher zum Opfer zu fallen ist den Parasolen hier sogar am Wegesrand ein friedlicher Tod an Altersschwäche vergönnt. Und Google Maps will unseren Startpunkt nicht kennen.

Über die schmale und gewundene Straße aus dem Breitenauer Tal finden wir trotzdem auf den 1001m hohen Eibegg­sattel, wo wir die letzte freie Lücke auf dem kleinen Waldparkplatz besetzen. Die Tafel mit der großen Übersichtskarte zeigt uns, dass ein schönes Wandergebiet vor uns liegt.

Auto, du musst draußen bleiben!
Auto, du musst draußen bleiben!
Steil hinauf vom Eibeggsattel
Steil hinauf vom Eibeggsattel
Auch die Lärchen können den Herbst nicht mehr lange leugnen
Auch die Lärchen können den Herbst nicht mehr lange leugnen

Die – durchaus als knackig zu be­zeich­nenden – Steigungen zu Beginn könnten ein weiterer Grund für die Einsamkeit des Weges sein: In 40 Minuten schrauben wir uns 300 Meter in die Höhe, erst nach dem un­schein­baren Gipfel­täfelchen am Brandner­berg nehmen die Steigungen ein Ende und der Weg folgt dem Kamm in Richtung Rennfeld.

Hütte samt Jausenplatz
Hütte samt Jausenplatz
Hinter Gittern, welche im Sommer das Almvieh auf der Weide halten
Hinter Gittern, welche im Sommer das Almvieh auf der Weide halten
Rot-weiß-rot
Rot-weiß-rot
Kammwanderung
Kammwanderung
Lichtgestalt
Lichtgestalt
Noch ein Weidetierzugangsbeschränkungssystem
Noch so ein Weidetier­zugangs­beschränkungs­system
Abstreiten zwecklos: der Weg 'rockt'!
Abstreiten zwecklos: der Weg ‚rockt‘!
Was gibt's denn da zu sehen?
Was gibt’s denn da zu sehen?

Viele kleine Aufs und Abs später sehen wir rechter Hand den zum Mürztal hin vor­ge­lagerten Gipfel des Schwarz­kogels. Die Abzweigung ist gut beschildert, wer will – und sich auskennt – kann schon vorher einen Abschneider über eine Forststraße nehmen. Und sich einen weiteren Zwischen­gipfel ersparen, so wie wir.

In einer Tour bergauf...
In einer Tour bergauf…
...und bergab!
…und bergab!
Der exponierte Hochsitz erschließt dem Waidmann ein weites Sicht- und Schussfeld
Der exponierte Hochsitz erschließt dem Waidmann ein weites Sicht- und Schussfeld
"Wo bleibst du? Ich bin schon lange oben..."
„Wo bleibst du? Ich bin schon lange oben…“

Trotz der nur 1448m mangelt es dem Schwarzkogel wahrlich nicht an Panorama, gleich drei Sitzbankerln laden zum Verweilen, Jausnen, Faulenzen ein.

Ausblick
Ausblick
Pause MUSS sein!
Pause MUSS sein!
Offizielles Gipfelfoto
Offizielles Gipfelfoto
Blick über das Mürztal zur Zöberer Höhe und den Hochschwab
Blick über das Mürztal zur Zöberer Höhe und den Hochschwab
Freudensprünge. Weil's halt so schön ist da heroben!
Freudensprünge. Weil’s halt so schön ist da heroben!

Die tiefstehende Sonne mahnt uns zum Aufbruch sorgt aber gleich­zeitig für traumhafte Licht-Schatten-Stimmungen am Rückweg. Das viele Foto­grafieren trägt auch die Haupt­schuld daran, dass wir es erst mit dem letzten Abendrot wieder zum Auto schaffen.

Durch herbstliches, hohes Gras
Durch herbstliches, hohes Gras
Licht & Schatten (1)
Licht & Schatten (1)
Licht & Schatten (2)
Licht & Schatten (2)
Licht & Schatten (3)
Licht & Schatten (3)
Licht & Schatten (4)
Licht & Schatten (4)
Licht & Schatten (5)
Licht & Schatten (5)
Licht & Schatten (6)
Licht & Schatten (6)
Licht & Schatten (7)
Licht & Schatten (7)
Der Hochlantsch im Abendrot
Der Hochlantsch im Abendrot
Mit dem allerletzten Tageslicht erreichen wir wieder den Startpunkt
Mit dem allerletzten Tageslicht erreichen wir wieder den Startpunkt
(Noch) Lebendes Zeugnis, dass dieser Weg nicht oft begangen wird...
(Noch) Lebendes Zeugnis, dass dieser Weg nicht oft begangen wird…

Übrigens: Der Weg ist auch Teil einer Variante des Zentral­alpen­wegs (02A) und vom Eibegg­sattel kann man auch eine feine Schnee­schuh­tour auf den Aibel unter­nehmen!

Und hier geht’s zum GPS-Track.

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2 thoughts on “Schwarzkogel: Einsame Wege, einsamer Gipfel

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