Himmlische Veitsch! – #südwärts Tag 16

Die Befürchtung einer schlaflosen Nacht hat sich als unbegründet herausgestellt. Die abendliche Country-Musik dringt zwar bis in mein Zimmer, hält mich aber nicht davon ab, noch vor Ende des Konzerts einzuschlafen.

Somit bin ich pünktlich beim Frühstück und stehe knapp vor 8 Uhr wieder mit dem Rucksack vor der Tür. Wie schon gestern beschlossen, gehe ich nicht direkt vom Niederalpl auf die Hohe Veitsch sondern bleibe vorerst am Mariazellerweg und steuere die Rotsohlalm an.

Am Weg zur Rotsohl Alm lacht bereits der Hochschwab herüber
Am Weg zur Rotsohl Alm lacht bereits der Hochschwab herüber
Grün-weiß-blaue Almidylle
Grün-weiß-blaue Almidylle

Das beschert mir gemütliches Dahinwandern, auf die etwas unter zwei Stunden (inkl. Pause) verteilen sich gerade mal 200 Höhenmeter. Knapp vor der Rotsohlalm nehme ich einen Abschneider durch den Wald, um zum Teufelsteig auf die Hohe Veitsch zu kommen.

Das weiße Band: der Teufelssteig auf die Hohe Veitsch
Das weiße Band: der Teufelssteig auf die Hohe Veitsch

War die Nordseite der Veitsch gestern noch ganz in Weiß gekleidet, ist die Südseite schon weitgehend schneefrei. Lediglich an einigen Stellen des Weges hat sich noch ein bisschen Schnee gehalten, vor allem in der Latschengasse in steilsten Stück des Aufstiegs.

Und das kostet durchaus Kraft, die vielen Pausen bremsen schon ein bisschen. Gut, dass mich hier keiner schnaufen hört… 😉

Endlich oben, im Hintergrund der Ötscher
Endlich oben, im Hintergrund der Ötscher

Oben am Plateau treffe ich sogar einige Schifahrer, die mit ihren Firngleitern die letzten Schneeflecken auskosten. Beim Gipfelkreuz angekommen habe ich aber die Fernsicht ganz für mich alleine. Von der teuflischen Veitsch keine Spur, ein himmlisches Traumtagerl ist das heute!

Ich blicke zurück auf den Ötscher und nach vorn auf Hochschwab, Gleinalm und Koralm. Der Schwabe ist noch ganz schön weiß, aber auch dort wird die Sonne kräftig am Schnee nagen.

Gipfelkreuz
Gipfelkreuz

Nach kurzer Gipfelrast steige ich wieder über den Teufelsteig ab, nun kann ich ja meine eigene Spur nutzen. Der Schnee ist in der Zwischenzeit auch deutlich weicher geworden.

Weitwanderwege
Weitwanderwege

Nun ist eine schöne Almwanderung angesagt: Rotsohlalm, Turnauer Alm, Göriacher Alm und Seebergalm. Im Sommer bestehen hier zahlreiche Einkehmöglichkeiten, derzeit sind aber die Fensterbalken geschlossen und alle Türen fest versperrt.

Zur Turnauer Alm
Zur Turnauer Alm
Vom Almbetrieb noch keine Spur.
Vom Almbetrieb noch keine Spur.
Die nächste Alm: Göriacher Alm
Die nächste Alm: Göriacher Alm
Und die Seebergalm
Und die Seebergalm

Am Seebergsattel, dem letzten Anstieg des Tages, steht ein Weitwandererkreuz am symbolischen Kreuzungspunkt der Europäischen Fernwanderwege E4 und E6. Symbolisch deswegen, weil die Wege für etwa zwei Tagesetappen (Hohe Veitsch – Sonnschienalm) gemeinsam verlaufen. Mein NSWW ist übrigens Teil des E6.

Und der brandneue steirische Weitwanderweg Vom Gletscher zum Wein verläuft seit kurzem auch hier drüber, heute sehe ich seine Markierungen das erste Mal in der freien Wildbahn.

Das Weitwanderkreuz am Seebergsattel
Das Weitwanderkreuz am Seebergsattel

Jetzt muss ich nur mehr steil hinunter nach Seewiesen, hole mir beim GH Schuster den letzten Kontrollstempel und warte anschließend auf den Bus, der mich nach Hause und in die – wie ich meine – wohlverdiente Ruhepause bringt.

Am Ziel: Seewiesen, in das Dullwitztal führt der Weg weiter
Am Ziel: Seewiesen, in das Dullwitztal führt der Weg weiter

Jetzt habe ich schon mehr als die Hälfte des Nord-Süd-Weitwanderwegs geschaftt, die großen Herausforderungen liegen aber noch vor mir.

In den kommenden Tagen – zwei oder drei Ruhetage sind geplant, bzw. ohnehin vom Wetter erzwungen – habe ich Zeit mir zu überlegen, wie ich das angehe.

Zahl des Tages

91.3! Die ersten 16 Tage haben mich also zweieinhalb Kilo gekostet. Wer also auf der Suche nach einer schnellen Gewichtsabnahme ist, die NSWW-Diät kann ich sehr empfehlen!

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4 thoughts on “Himmlische Veitsch! – #südwärts Tag 16

  1. Das mit der Gewichtsreduktion beim Weitwandern kann ich nicht unbedingt bestätigen, die kulinarischen Versuchungen am Weg sind wohl immer zu groß. 😉
    Dein heutiger Bericht macht die Vorfreude nur noch größer auf unseren weiteren Weg am 01er, kann es kaum mehr erwarten.

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