Jakobspilger für zwischendurch – #südwärts Tag 8

Durch die Wachau führen viele (Weit-)Wanderwege. Den Welterbesteig haben wir ja bereits vor kurzem kennen gelernt, weiters verläuft hier die Dunkelsteinerwald-Runde und heute treffe ich auch auf den Österreichischen Jakobsweg.

Eigentlich unterscheiden sich ja die Charakteristika der Alpenvereins-Weitwanderwege und der Jakobswege gewaltig. Mein NSWW trachtet danach meist aussichtsreich über die Berge (hier: Hügel) zu führen während die Pilgerwege eher im Tal bleiben. Aber irgendwo müssen auch die Muschelwanderer über die Berge drüber und so kommt es zu Treffen wie heute.

Auf der Fähre über die Donau
Auf der Fähre über die Donau

Mein achter Tag beginnt mit kleinen Schiffspartie auf der Donau. Die Überfahrt mit der Rollfähre ans andere Ufer werden die einzigen 200 Meter bleiben, die ich auf meiner Tour durchs ganze Land nicht aus eigener Kraft zurücklege – ein kleiner Stachel im Fleisch des leidenschaftlichen Weitwanderers. Aber schwimmen wäre nur theoretisch eine Option, da ist mir dir Fähre doch lieber 😉

Rückblick auf Spitz
Rückblick auf Spitz

Gegenüber gehtˋs dann gleich mal 400 Höhenmeter hinauf. In einem schattigen Graben zwar, trotzdem komme ich hier gleich einmal ordentlich ins Schwitzen. Aussichtsplätze gibt es heute nur selten, dafür führt der Weg durch schöne Wälder zur Ruine Aggstein.

Bei der Ruine Aggstein
Bei der Ruine Aggstein

Im Angesicht der steilen Felsklippen der Burg ziehe ich mir hier die erste „Verletzung“ auf meiner Weitwanderung zu. Allerdings aus viel profanerem Grund.

Im Burg-Shop hole ich mir Stempel und Eis und beim Entsorgen des „Eispapierls“ klemme ich mir den Finger in der Klappe des Mülleimers ein. Das muss man auch erst einmal zusammen bringen…

Wer weiter rein will, muss Eintritt bezahlen...
Wer hier weiter rein will, muss Eintritt bezahlen…
Pause in Aggsbach Dorf (vermutlich am Aggsbach)
Pause in Aggsbach Dorf – am Ufer des Aggsbachs

Die Mittagspause halte ich am Aggsbach, welcher durch Aggsbach fließt, um mich für die nächsten 300 Höhenmeter zu stärken.

Zweimal warnt der Wanderführer heute vor Wegabschnitten mit besonders schlechtem Zustand. Da dürfte sich wohl zwischenzeitlich was geändert haben, denn die beiden Teilstücke entpuppen sich als die schönsten Pfade des Tages. Dafür ist die erwähnte mächtige Bildbuche nur mehr ein zwei Meter hoher Stumpf.

Aber am Ende meiner Tour werde ich das 05er-Büchlein ohnehin (wieder) überarbeiten, da kann ich das gleich richtig stellen.

"Miserabler Wegzustand". Nicht.
„Miserabler Wegzustand“. Nicht.
Die Bildbuche oder was davon übrig ist...
Die Bildbuche oder was davon noch übrig ist…
NSWW und Jakobsweg gehen wieder mal getrennte Wege.
05er und Jakobsweg gehen wieder einmal getrennte Wege.

Ich bin übrigens fast den ganzen Tag alleine unterwegs, Jakobspilger treffe ich, Boom hin oder her, heute keine.

Hinunter nach Melk
Hinunter nach Melk. Im Rückblick die Hügel, über die ich heute schon drüber musste.

In Schönbach an der Donau wäre die Etappe eigentlich zu Ende, ich hänge aber die folgenden 8 km bis Melk auch noch dran.

Ich könnte zwar am Donauradweg bleiben (und so ein paar Kilometer abkürzen) doch der Weg mach noch zwei kleine Schlenker ins „Landesinnere“.

Aber die Landschaft entlang der Pielach und die zur Abwechslung mal aussichtsreichen Feldwege bei Hub sind die Extrakilometer wert und so erreiche ich schließlich um 16 Uhr die Innenstadt von Melk.

Über die Pielach und schon bin ich in Melk
Über die Pielach und ruck-zuck bin ich in Melk

Nach 8 Tagen Marsch und in Summe bereits über 200 Kilometern werde ich mir nun einen Pausentag gönnen.

Erst am Sonntagnachmittag werde ich wieder die Wanderschuhe schnüren, und die bereits begonnene Etappe nach St. Leonhard am Forst fortsetzen. Nun nähere ich mich schon dem Ötscher sowie Mariazell.

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