Zu Fuß durch Österreich – Letzte Vorbereitungen

Keine 48 Stunden mehr, übermorgen geht es los! Langsam sieht es in meinem Wohnzimmer aus wie in den Filialen der einschlägigen Outdoorausstatter. Ausrüstungsgegenstände werden geschlichtet, Karten sortiert, alle Akkus ein letztes Mal an die Ladegeräte gehängt.

In den letzten Tagen vor größeren Touren frage ich mich immer, ob ich wohl ausreichend vorbereitet bin. Weder bin ich der Typ für riesige Excel-Sheets mit allen Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten noch kenne das Gewicht jedes einzelnen Teils im Rucksack aufs Gramm genau.

Trotzdem wurden bereits fleißig Karten gewälzt, dies aber mehr zur Steigerung der ohnehin schon reichlich vorhandenen Vorfreude als der genauen Vorausbestimmung, wann ich welchen Fuß wohin setzen werde.

Was kommt in den Rucksack?

Ich packe gerade zwei Rucksäcke, denn die ersten drei Tage kann ich mit leichtem Gepäck marschieren.

Zum Glück muss nicht alles zugleich in den Rucksack

Ungefähr von links nach rechts:

  • Rucksack (klein, groß)
  • Wanderkarten
  • Wanderführer (Weitwanderwege 08 + 05)
  • Wahlkarte für die #bpw16
  • Kocher
  • Zelt (2x: 1 Person bzw. 2 Personen)
  • Unterlegmatte
  • Schlafsack (2x)
  • Wanderhose (2x)
  • Regenjacke (2x)
  • Handy + Bluetoothtastatur
  • Akkupack
  • Uhr
  • Stirnlampe
  • GoPro + Halterungen
  • Gorillapod
  • Fleecejacke
  • Toilettenpapier
  • Merinoshirts
  • Socken
  • Unterwäsche
  • Kamera
  • Wanderstöcke
  • Outdoormahlzeiten

Nicht aufs Foto geschafft haben es die Wanderschuhe, Handschuhe, Haube sowie das Waschzeug. Das ist auch der Grund, warum ich meine Ausrüstung immer schon zwei Tage vorher herauslege, irgendwelche Dinge schlüpfen immer unterm Radar durch…

Zum Glück muss nicht alles zugleich in meinen Rucksack, in Weitra habe ich nochmal Zugriff auf einen Kofferraum voll mit dem obengenannten. Dort werde ich auch vom kleinen Rucksack auf den großen wechseln – und entschieden, ob’s der warme Schlafsack oder der ganz warme Schlafsack wird.

April, April, der macht was…

…er will, zumindest wettertechnisch, sagt man. Doch vorerst scheint er mir wohlgesonnen zu sein. Die NÖ-Wetterprognose für die ersten vier Wandertage schaut ja ganz freundlich aus. Und wer etwas anderes sagt, der lügt!

Der schneearme Winter 2015/16 hat mich zwar keine einzige Skitour unternehmen lassen, für das aktuelle Vorhaben gereicht er aber sehr zum Vorteil.

Der höchste Punkt auf meiner Route #südwärts ist der 2277 Meter hohe Hochschwab. Mein Lieblingsbild im Moment ist die Webcam beim Schiestlhaus, denn sie zeigt bereits heute keine durchgehende Schneedecke mehr. Sofern es das Wetter zulässt wird die Hochschwab-Längsüberschreitung voraussichtlich kein großes Problem – Ausweichrouten sind natürlich trotzdem vorbereitet.

Webcam Hochschwab Schiestlhaus
Die Webcam beim Schiestlhaus am Hochschwab, heute nachmittag.

Hier noch eine umfassende Liste der Webcams auf meiner Route, vielleicht schafft es ja jemand unterwegs ein Bild von mir zu knipsen!

Haugschlag (km 6), Gmünd (km 41), Weitra (km 59), Liebenau (km 96), Bad Traunstein (km 131), Jauerling (km 160), Spitz/Donau (km 167), Lackenhof/Ötscher (km 263), Gemeindealpe (km 277), Mariazell (km 285), Hochschwab (km 337), Präbichl (km 362), Leoben (km 400), Gaberl (km 457), Altes Almhaus (km 460), Salzstiegl (km 466), Hebalm (km 495), Koralpe (km 513) und Leutschach (km 573).

Wer sich die geplante Route genauer ansehen möchte, kann das hier tun. Einfach die Karte rechts oben vergrößern und fleißig zoomen & scrollen!

Und noch etwas zum Thema Vorfreude…

Bereits letzte Woche habe ich mit Silver eine Tour hoch über dem Mürztal unternommen. Und da er mit seinem Smartphone ohnehin immer Videos für seinen YouTube-Kanal dreht, hat er es sich nicht nehmen lassen mich unterwegs zu meinem Vorhaben zu interviewen.

Silver hat auch bereits Erfahrung am Nord-Süd-Weitwanderweg und ab dem Nebelstein wird er mich für einige Tage begleiten!

 

Jetzt wird noch ein bisserl geschlichtet und sortiert, das nächste Mal melde ich mich nach der ersten Etappe aus dem Waldviertel!

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23 thoughts on “Zu Fuß durch Österreich – Letzte Vorbereitungen

  1. Pingback: SILVER
  2. Deine Vorbereitungen waren für meine auch eine große Hilfe, gut dass du jetzt schon startest. Schöne Wanderung, wohlgesonnenes Wetter (schönes Wort oder?) und mögest dein Projekt ein Erfolg werden.
    lg Volker

  3. Es ist schon verflixt früh im Jahr für die Gipfel am Südweg. Und grad deswegen alles, alles Gute für dich (euch), daß die Übung gelingen möge.
    Gut Fuß tät der Carl Hermann ,,sogn,,- und ich sogs a.
    Freu mich auf die Berichte !
    Derfst di dann Süd- Weg Gert nennen, meint Horst

    1. Süd-Weg-Gert ist zuviel der Ehre. 🙂

      Die einzige Stelle die mir aktuell sorgen macht ist der Aufstieg auf den Eisenerzer Reichenstein. Wenn’s nicht klappt geh ich halt über Hochturm & Thalerkogel nach Trofaiach, ist auch wunderschön!

  4. Wünsch auch Alles Gute für Deine Wanderung 🙂 Werd gelegentlich vorbeisehen wie es Dir so geht und freu mich natürlich über die Tages Berichte 😉
    Herzlichen Gruß
    Werner

  5. Wünsche Dir viel Freude und schön trockenes Wetter. Bin den Nord-Süd auf der Carl Hermann Originalroute vom Nebelstein bis Eibiswald 1988 mit meiner Familie (Ich 41, Sie 37, meine Töchter 8 und 13) in 26 Tagen genüßlich gegangen. Werde Deinen Blog mit viel Interesse verfolgen.

    1. Klingt nach einem großem Familienabenteuer!

      Aber das interessiert mich jetzt: Unterscheidet sich die „Carl-Hermann-Originalroute“ vom heutigen Verlauf des Weges (von vermutlich vielen kleinräumigen Wegumlegungen mal abgesehen)?

  6. Habs durchgecheckt. Route Nebelstein Eibiswald ist identisch mit der Originalroute bis auf Bad Traunstein. Nördlichster Punkt bis Nebelstein und Eibiswald bis südlichster Punkt gabs damals noch nicht. Jetz störe ich Dich nicht mehr bei Deinen Vorbereitungen. Toi, toi , toi!

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