Drei mal so hoch! – #gowest Tag 33

Heute besuchen wir eine ganz besondere Hütte, das Refugio Locatelli-Innerkofler des Italienischen Alpenvereins.

Der italienische Name bringt vermutlich nur bei wenigen Insidern ein Glöckchen zum klingeln. Aber wenn man den deutschen Namen der Hütte hört, erschließt sich die Magie des Ortes sofort. Wetten?

 

Dreizinnenhütte.

 

Wir setzen heute da fort, wo wir gestern abgebrochen haben, schon der flache Weg vom Parkplatz zur Talschlusshütte macht einiges her.

Fischleintal

Bald geht’s ein bissl bergauf. Ein bisserl lang bergauf, aber der Blick auf die allerletzte Steilstufe kann sich sehen lassen.

AufstiegDreizinnenhuette

Langweilig ist er nicht, der Weg zeigt viele verschiedene Gesichter. Doch da am Ende eine Touristenattraktion ersten Ranges wartet, wird er nirgendwo schwierig. Da schaut schon die Sextener Bergrettung drauf, dass sie nicht allzuviel zu tun bekommt.

AufstiegDreizinnenhuette1

AufstiegDreizinnenhuette2

AufstiegDreizinnenhuette3

Das Türmchen links des kleinen Kiesels ist noch keine Zinne, sondern der Toblinger Knoten (Torre di Toblin) wohl einer der Fotostandpunkte für die drei großen Z.

Torre di Toblin

Einmal in großem Bogen um den Kiesel herumgelaufen, schon stecken die zwei größeren Zinnen ihre Spitzen in den etwas getrübten Himmel.

Zwei Zinnen

Und auch die etwas kleiner geratene Nummer drei kann sich nicht lange verstecken. Ein dreifaches Hoch (2857m, 2999m und 2973m um genau zusein) auf die berühmten Tre Cime di Lavaredo.

DreiZinnenHuette1

DreiZinnenHuette2

Wie zu erwarten sind wir nicht die einzigen Gäste, die sich heute am Anblick der drei markanten Gipfel erfreuen möchten. Doch wir finden ein Platzerl an dem wir ungestört ein Zielfoto schießen können. Sogar ein X hat man für uns auf den Boden gemalt.

DreiZinnenZielfoto

Zielfoto? Wie jetzt? Nix Bozen?

Nein, hier ist Schluss. Wir haben bereits gestern abend beschlossen, es hier gut sein zu lassen. Wir finden, das die drei feschen Gupfe einen wesentlich besseren Hintergrund für unser ‚offizielles‘ Zielfoto abgeben als es die Ortstafel der Südtiroler Hauptstadt je sein könnte.

Ein paar externe Gründe waren natürlich auch von Einfluss, darunter die von Süditalien und Norddeutschland hereinströmenden Menschenmengen, die uns gestern schon die Quartiersuche schwer gemacht haben. Ferragosto lässt freundlich grüßen. Und dass uns dann die heutige, bereits gebuchte Unterkunft auch noch abgesagt hat, hat es uns noch ein kleines bisschen leichter gemacht.

Vor allem aber können wir bereits zufrieden auf einen großartigen Weg zurückblicken, den wir ohne Probleme zurücklegen durften. Wenn ein aufgeschlagenes Knie, zwei Paar ganz stinkige Socken und drei Mal nass werden die größten Unanehmlichkeiten auf 500 Kilometern sind, dürfen wir uns wirklich nicht beschweren.

 

Wer ganz genau hinschaut kann auf dem oberen Weg  sogar die Karawane an Drei-Zinnen-Spottern erkennen, die sich von der Auronzohütte in unsere Richtung in Bewegung gesetzt hat.

Touristenkarawane

Aber ganz ohne Leute geht’s auch – und sogar mit blauem Himmel.

Drei Zinnen ohne Leute

Die Ausblicke in die anderen Richtungen stehen den Drei-Zinnen-Panorama um nichts nach. Hier wäre es z.B. weiter Richtung Bozen gegangen. (Wir kommen wieder, keine Frage!)

Ausblick Dürrenstein

Bevor wir wieder zur Talschlusshütte absteigen, genießen wir noch die herrliche Farbe der Bödeleseen…

Bödeleseen

…und werfen einen allerletzten Blick zurück auf 33 schöne Wandertage am Südalpenweg.

Bankerlsitzen

Das war’s. Vom Thermenland zu den Drei Zinnen! Klingt doch auch nicht so schlecht… 🙂

P.S. Am Abend stehen unsere Zelte bereits am Keutschacher See in Kärnten, der uns in den folgenden Tagen als Ausklang dieses schönen Wanderabenteuers dienen wird.

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14 thoughts on “Drei mal so hoch! – #gowest Tag 33

  1. Schöne Fotos einer traumhaften Gegend, euer Zielfoto mit den Drei Zinnen und dem X gibt auf jeden Fall mehr her als ein Ortsschild. Dann noch ne gute Zeit in Kärnten, lasst es euch gut gehen!

    Schöne Grüße,
    Martin

  2. Gratulation dir und Helen für die erbrachte Wanderleistung und danke für deine schönen Bilder und Kommentare. Ich freue mich schon auf deine nächsten Touren.
    Vorerst aber noch einen schönen entspannten Aufenthalt in Kärnten.

  3. Super. Gratuliere. Gut gemacht. Und die regelmäßigen Berichte werden mir jetzt abgehen – aber vielleicht ändert sich das Fragezeichen hinter „Drei Mal“ im Header ja noch in einen Punkt oder ein Rufzeichen 😉 Jetzt aber wünsch ich euch beiden mal gute Erholung und entspannende Tage.

    Ja, und neidisch bin ich natürlich, wieder … so ein Monat am Stück, das wär schon mal was.

  4. Danke Gert fürs Vorwandern,
    Bin heute oder späterstens Morgen in Thörl und freu mich schon auf den Karnischen Höhenweg. Ich hoffe, dass das Wetter noch ein bisschen hält.
    Liebe Grüße
    Volker
    P. S. Ein bisschen kann man beim MULTI vom Kai „Graz Monaco“ nachlesen

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