E11: Durch den Urwald im Osten Berlins

Und nochmal Berlin. Auch am letzten Tag unseres Aufenthalts widmen wir den Nachmittag dem Europäischen Fernwanderweg E11, diesmal fahren wir allerdings in den Osten der Stadt.

Die Schnittpunkte des E11 mit den S-Bahnlinien geben den Rahmen für diese Wanderung vor. Der Bahnhof Hoppegarten wird zu unserem Startpunkt, für das Ende haben wir mehrere Optionen. Und wieder wird es eine wunderbar grüne Wanderung, welche wir hier so nicht erwartet hätten.

Schon rund um den Bahnhof wirkt es nicht sonderlich urban, wir passieren eine Galopprennbahn und schon stehen (bzw. gehen) wir im Grünen.

Halt, was ist denn das? Waren auf unserem Spaziergang von Potsdam nach Berlin Hinweise auf den E11 eine Seltenheit, finden wir am Ortsrand von Dahlwitz gleich Übersichtsplan, Wegweiser und Wegmarkierung auf einem Fleck!

Als E11-Wanderer bestens informiert!
Schloßpark Dahlwitz (vermutlich etwas abseits der Markierung)

Das war’s dann wohl, noch besser können die Markierungen nun wohl nicht mehr werden:

Hier habe ich noch die rauschende Berliner Straße im Rücken, aber nach deren Unterquerung tauchen wir ein in einen dichten, grünen Wald.

…unterbrochen von kurzen Wiesenstücken mit windschief aussehenden Brücken.

Das einzige, was dieses Urwaldfeeling trübt sind die zahlreichen fliegenden Säugetiere. Stehenbleiben ist hier nicht empfehlenswert.

Bei der Heidemühle betreten wir das Naturschutzgebiet Erpetal. Für eine längere Zeit folgen wir nun dem Flüsschen Erpe, mal über Wiesen, mal durch den Wald.

Wir nähern uns dem Städtchen Friedrichshagen, hier gäb’s wieder eine Möglichkeit, in die S-Bahn zu steigen. Wollen wir aber noch nicht und durchqueren den hübschen Ort, bis wir schließlich am Ufer des Großen Müggelsees stehen.

Eine Erfrischung haben wir uns nun verdient!

Nach der Pause geht’s wieder weiter.

Aber was ist das: Die Markierung unseres E11 führt quer über jene Stelle, wo die Spree aus dem Müggelsee fließt. Müssen wir uns jetzt nasse Füße holen?

Die Lösung findet sich unter der Erde, wir tauchen ab, dass Spreewasser fließt über die frech grinsende Tunneldecke.

Am anderen Ufer befinden wir uns bereits wieder auf Berliner Territorium, von der Stadt ist jedoch noch lange nichts zu merken. Einige Kilometer verläuft der E11 noch am Ufer der (Müggel-)Spree, bis er sich schließlich in urbaneres Gelände wendet.

Bei der Salvador-Allende-Brücke beenden wir unser Berlin-Brandenburgisches Weitwanderabenteuer. Bis zum Lückenschluss mit unserer Wanderung von Potsdam nach Berlin-Tiergarten wäre es wohl noch eine Tagesetappe.

Schön war’s am E11, überraschend schön. Nicht ausgeschlossen, dass wir ein andermal zurückkommen, um z.B. bis zur polnischen Grenze fortzusetzen.



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