Eisenwurzenweg: Schwitzen im Angesicht des Zirbitzkogels (Tag 19)

Die Gaaler Höhe habe ich vor Jahren aus dem Murtal heraus schon einmal bewandert, ich habe berichtet. Heute nehmen wir sie von der Nordseite in Angriff.

Im Gegensatz zum gestrigen Wandertag bleibt uns heute ein langer Anmarschweg erspart. Das Foto könnte quasi vom Frühstückstisch aufgenommen worden sein, gleich hinter unserem Gasthof marschieren wir eine Skipiste kerzengerade nach oben…

Tag 19: Ingering II – Judenburg

Beim Gehöft Herk legt der Weg die erste Verschnaufpause ein, die Hälfte der zu überwindenden Höhenmeter liegt dort bereits unter uns.

Wer den Eisenwurzenweg in den hier von den Naturfreunden ausgeschriebenen 75 Minuten hinter sich lassen will, muss ein ambitionierteres Tempo anschlagen als unsereins, die bereits fast drei Wochen unterwegs sind.

Der kürzeste Weitwanderweg der Welt?

Die immer dichter werdende Vegetation macht dies jedoch zu keinem einfachen Unterfangen.

Plotschen.

Aber es dauert nicht lange und wir haben die Gipfelwiese erreicht, die sofort für eine ausgiebige Pause in Beschlag genommen wird.

Die Eurofighter-Staffel zu Ehren unseres Gipfelsiegs wäre dann aber wirklich nicht nötig gewesen.

Für die Aussicht nach Süden müssen wir noch etwas weitergehen zur Fohnsdorfer Hütte. Am Weg dorthin blickt zum ersten Mal der Zirbitzkogel zwischen den Baumwipfeln hindurch. Wenn alles nach Plan läuft, solten wir morgen dort oben übernachten.

Die unweit der Gipfelwiese gelegene Hütte ist leider nur an Wochenenden bewirtschaftet. Wir lassen uns trotz dem kurzen zeitlichem Abstand zur letzten Pause nochmal ausgiebig auf den Bänken nieder.

An einen raschen Abstieg verschwenden wir keine Gedanken, selbst hier heroben sind die Temperaturen bereits aus der Komfortzone geklettert.

Alles was man(n) braucht.
‚Stammtisch‘ auf obersteirisch.

Während des restlichen Nachmittags ändert sich die Kulisse nur mehr wenig. Das Dreigestirn der Seetaler Alpen – Zirbitzkogel, Scharfes Eck, Kreiskogel – zieht unsere Blicke auf sich, kommt dabei aber leider nur unwesentlich näher.

Auch der Mostschänke Stoxreiter wird uns die Einkehr verwehrt – Betriebsurlaub. Dabei könnten unsere Getränkevorräte bereits eine Auffüllung vertragen.

Da morgen rauf!

Auf gemütlichen Wegen gelangen wir ins Tal und im Fohnsdorfer Ortsteil Dietersdorf wieder in die Zivilisation.

Selbst im Ortsgebiet ist der Weg ausgezeichnet markiert. Nun steht uns die Durchquerung des Murtals bevor, welches sich hier mit dem Tal der Pöls vereinigt und somit die ebene Wanderstrecke auf die doppelte Breite anwachsen lässt.

Blick zur Halde Fohnsdorf

Diese erweist sich als exakt halb so schlimm wie befürchtet. Schon nach wenigen Straßenkilometern schlägt die Route überraschend wieder Fuß- und Feldwege ein. Hier überqueren wir das Bachbett der Pöls.

Ufff.

Hier queren wir bereits die Mur, welche sich unterhalb des Zentrums von Judenburg ganz schön breit gemacht hat.

Da wir aber in Judenburg übernachten wollen, können wir den erhöht liegenden Ortskern leider nicht umgehen. Ein letzter schweißtreibender Anstieg bringt uns durch die Altstadt auf den Hauptplatz.

Dort angekommen lassen wir uns schnell in einem Gastgarten nieder, bevor wir uns nach kurzer Rast und Stärkung auf  Quartiersuche machen. Dabei haben wir wenig Glück: weder bekommen wir – einer Motorsportveranstaltung geschuldet – heute ein leistbares Zimmer in Judenburg noch morgen überhaupt einen Schlafplatz am Zirbitzkogel.

Somit beschließen wir das – ohnehin etwas regnerisch vorhergesagte – Wochende abseits des 08ers zu verbringen. Wir kommen wieder! Bald, sehr bald.



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