Eisenwurzenweg: Ein Almspaziergang erster Güte (Tag 21)

Gestern haben wir uns geplagt, heute werden wir belohnt. Nach dem Motto Immer oben! dürfen wir heute nennenswerte Steigungen über die Höhen der Seetaler Alpen wandern.

Viel zu sagen über die Strecke gibt es nicht – außer dem uns gelegentlich entfahrenden Wow!

Ausblick auf zwei schöne Almwandertage

Tag 21: Zirbitzkogel – Klippitztörl

Wenn ich das obige Bild noch etwas erläutern darf: In der vor uns liegenden Kurve des Weges folgen wir dem gelben Wegweiser geradeaus und danach lange Zeit dem elegant geschwungenen Rücken. Der hohe Gipfel in der Bildmitte ist die Saualpe, die steht aber erst morgen auf dem Programm.

Das Klippitztörl liegt etwas verdeckt knapp unter dem Horizont im linken Bilddrittel – da müss’ma heute hin!

Noch ist es zum Greifen nah, aber wir werden heute oft zum Zirbitzkogelhaus zurück blicken.

So könnte es stundenlang dahin gehen. Und das tut es auch!

Zwei Seen passieren wir auf unserer Höhenwanderung, diese entziehen sich durch das morgendliche Gegenlicht geschickt unseren Kameras. Erst der Lavantsee (aus dem das gleichnamige Kärntner Bächlein entspringt), wenig später der Wildsee.

Der Wildsee

Hier haben wir schon etwas an Höhe verloren, links (dort wo die Kühe weiden) stünde die Stoanahütte zur Einkehr bereit (bereits auf dieser Zirbitzkogeltour ausführlich getestet). Wir gehen geradeaus weiter zum Judenburger Kreuz, bevor und der Weg kurz in den Wald eintauchen lässt.

Im Wald, gut versteckt, befindet sich die holzzaunbewehrte Grenze zwischen der Steiermark und Kärnten.

Der Wald bringt uns auch zur St. Martiner Hütte, hier lassen wir uns nicht zweimal bitten. Suppe + Hollersaft, Dankeschön!

Der Hüttenwirt der St. Martiner Hütte?

Der Zöhrerkogel wird umwandert und dieser feine Pfad bringt uns zur Feldalm. Einkehr- und Stempelmöglichkeit, wir widerstehen.

Beobachterin am Wegesrand

Jedes Mal wenn wir uns umdrehen, ist der Gipfel des Zirbitzkogel schon wieder ein bisschen kleiner geworden. Ganz aus dem Blickfeld verschwinden will er aber nicht.

Anstrengend ist der der Weg heute nur auf Grund seiner Länge. Da kommt so ein Aussichtsbankerl wie gerufen.

Am Klippitztörl angekommen folgen wir dem Leitsystem für müde Wanderer, wenige Schritte später endet dieser Wandertag im Gastgarten des Naturfreundehauses mit der Bestellung eines Cordon Bleus samt Drum und Dran.

Da lang.

Geschafft! Das war heute wohl einer der schönsten Wegabschnitte am gesamten Eisenwurzenweg. Aber keine Sorge, morgen wird’s auch nicht viel schircher…

Als wir bereits mit gut gefüllten Bäuchen überlegen, ob da noch eine Nachspeise irgendwo Platz fände, kommt plötzlich ein voll bepackter Wanderer daher. Der is‘ auch schon weit ‚gangen! diagnostiziere ich sofort. Tatsächlich ist er ebenfalls am 08er unterwegs – und zwar non-stop vom Nordzipfel Österreichs.

Aus dem Red ma später noch bei einem Bier! wird heute jedoch nichts mehr, nachdem wir kurz ins Zimmer entschuldigen, werden Beine und Lider so schwer, dass wir die neugierigen Fragen aufs Frühstück verschieben müssen.



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