Eisenwurzenweg: Zur Eisenkappler Hütte (Tag 25)

Ende September ruft uns der Eisenwurzenweg 08 noch einmal zu sich, um ihn mit den zwei verbliebenen Etappen noch abzuschließen.

Da heute ein längerer Wandertag absehbar ist, sind wir bereits gestern angereist, per Bahn aus verschiedenen Richtungen zum Bahnhof Tainach-Stein. Die Nacht verbringen wir auf einem Bauernhof in Oberseidendorf nahe Stein im Jauntal.

Tag 25: Stein im Jauntal – Eisenkappler Hütte

Vorerst wandern wir also abseits der 08er-Markierung bevor wir diese unweit der Wehrkirche von Stein wieder treffen.

Unser erster Anstieg gilt der Ostflanke des Steiner Bergs, knapp 200 Höhenmeter zum warm werden.

Das isser wieder, der 08er!

Über Goritschach und noch eine kleine Zwischensteigung erreichen wir Gallizien, wo wir die erste größere Pause einlegen, uns bei einem Nahversorger Getränkenachschub und Stempel holen.

Vor uns liegt das Tal des Wildensteiner Bachs, welcher sich als Wasserfall über die unterste Steilstufe ergießt. Der Spitz im Hintergrund ist der Hochobir, der als grobe Peilung zu unserem Tagesziel dient.

Der 15-minütige steile Zustieg zum Wasserfall ist es durchaus wert, auch wenn man dann nicht am Weitwanderweg weiterwandern will.

Und eigentlich sollte auch unser Weg dort enden, denn es mahnt ein Schild, dass der Weg zur Eisenkappler Hütte derzeit wegen Sturmschäden nicht begehbar wäre.

Dies bringt uns ein wenig ins Dilemma, denn zum Umdrehen sind wir eigentlich nicht hergekommen. Und eine Umleitung ist nur großräumig möglich, das ginge sich heute nicht mehr aus.

Der Wildensteiner Wasserfall

Da besagte Sperre dem Hüttenwirt bei der Schlafplatzreservierung nicht der Rede wert schien, beschließen wir es, wie man so schön sagt, zu probieren.

Über weite Strecken geht es auch gut, nur ein kurzes, vielleicht 100 Meter langes Stück kostet uns eine halbe Stunde, um diverses Baumstammmikado zu überwinden bzw. umgehen. Dort ist zwar nochmals eine Umleitung angedeutet, aber wir sind ja stur.

Als wir später unterwegs auf Forstarbeiter treffen, befürchten wir schon gehobene Zeigefinger – jedoch ganz im Gegenteil: man ist freundlich, wir bekommen hilfreiche Tipps zur Wegführung.

Mit etwas Verspätung erreichen wir schließlich die Seealpe, nach dem langen Aufstieg durch den Wald (oder was davon noch übrig ist) gibt es endlich wieder schöne Ausblicke.

Etwas müde – neun Stunden haben wir gebraucht – erreichen wir die Eisenkappler Hütte, wo wir heute die einzigen Übernachtungsgäste sind. Dank der Mautstraße zur Hütte ist hier tagsüber sehr viel los, sie ist ein idealer Startpunkt für den Hochobir, doch abends verzieht sich die bunte Menschenschar wieder ins Tal.

Wir können also in Ruhe den legendären (sowohl was Geschmack als auch Portionsgröße betrifft) Schweinsbraten genießen, den wir schon von unserer Einkehr am Südalpenweg kennen. Ob es diesen in den Jahren 2019ff so noch geben wird ist fraglich, denn zwei Wochen nach unserem Besuch schließt die Hütte für heuer und die Wirtsleute gehen in Pension.

Wir bekommen dasselbe Zimmer wie anno 2016 zugewiesen und können uns vor der finalen Etappe des Eisenwurzenwegs gut ausschlafen.



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