Rupertiweg 10: Alpenüberquerung

Eine Alpenüberquerung? Au fein, lass uns das heute machen!

Auf den in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Weitwanderwegen wechselt man zwangsweise irgendwann von der Nord- auf die Südseite des Alpenhauptkamms. Auf dem Rupertiweg markiert die Hagener Hütte am Niederen Tauern zwischen Gasteinertal und Mallnitz diesen Punkt.

Notiz am Rande: Der Niedere Tauern liegt in den Hohen Tauern, während der Ort Hohentauern in den Niederen Tauern liegt. Logisch, nicht?

Das Wort Tauern bezeichnet allerdings nicht, wie gemeinhin angenommen, die Berge oder Gebirgsgruppen, sondern die Übergänge von einem Tal ins andere. Früher waren ja diese ‚leichtesten‘ Verbindungen für die Menschen ja wesentlich bedeutender als die Gipfel selbst.

Felbertauern, Obertauern, merkt ihr?

Tag 15: Sportgastein – Hagener Hütte – Mallnitz

Wir sind heute Teil der kleinen Minderheit, die im Bus hinauf nach Sportgastein sitzt. Denn die Mehrheit, die darf stehen, bei jeder Haltestelle wird der Postbus noch voller als er eh schon ist.

Doch oben angekommen, verlaufen sich die Massen schnell. Obwohl wir (vorerst) den gemütlichen Spazierweg benützen, der uns vorbei an der Naßfeldalm, der Hinternaßfeldalm in den Talschluss bringt, den wir bei der Veitbaueralm erreichen, sind wir sehr bald alleine unterwegs.

Dort ist dann endgültig Schluss mit anderen Leuten, denn auf relativ kurzer Strecke führt der Wanderweg nun hinauf zur Hagener Hütte am Niederen Tauern.

Blick zurück

Für wissende kommt dann bald die Hagener Hütte ins Blickfeld.

Wer findet die Hütte am Horizont?

Nun ist es nicht mehr weit und wir können uns einen Platz auf der Terrasse sichern.

Pasta à l’Alpenhauptkamm

Die Freude über den Ausblick steht jener über die Spaghetti mitten am Alpenhauptkamm um nichts nach…

Leider verspricht die Abstiegsroute ein wenig mühsam zu werden. Doch die Serpentinen lassen sich immer wieder über kleine Steige abkürzen.

Und dieser Platz bei der Jamnighütte entschädigt sowieso für alles. Fußfreier Blick bis hinaus nach Mallnitz.

Ab hier wird der Zufahrtsstraße dann auch wieder ausgewichen.

Die Aussichtsplätze bremsen unser Vorankommen

Die perfekte Markierung hält leider nicht bis unten durch, aber mit Karte und Intuition lässt sich der Weg schon finden…

Hier sind wir bereits fast am Ziel, nun geht es gemütlich bis in den Ort Mallnitz.

A Wedda ziagt a auf! Wir sind froh, bereits im Tal zu sein.

Wir durchqueren den Ort, ich hole mir im Nationalparkzentrum noch schnell einen Stempel und so erfährt das dortige Personal auch von der Existenz des Rupertiwegs…

Genau! Zum Bahnhof wollen wir, denn die unmittelbare Fortsetzung des Rupertiwegs führt nun hinauf zum Arthur-von-Schmid-Haus und weiter durch die Reißeckgruppe. Das sind wir bereits vergangenes Jahr gewandert. Sehr spektakulär!

Für uns geht’s morgen daher nach Hermagor, denn lediglich die Schlussetappe des 10ers auf das Nassfeld fehlt noch in meinem Tourenbuch.



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