Rupertiweg 10A: Weiter als gedacht

Im Gegensatz zu gestern zeigt sich der Rupertiweg heute wirklich flach, viele Höhenmeter werden da nicht zusammen kommen. Von Schärding führt meine Route nach Obernberg, meist dem Flussufer folgend.

Schneller als gedacht geht es also heute voran. Das ist zum Glück nichts, was sich nicht durch eine  spontan verlängerte Wegstrecke kompensieren lassen könnte…

Tag 4A: Schärding – Obernberg am Inn

Einen Zug in Antiesenhofen gedenke ich heute zu erreichen, daher geht es heute wieder früh los. Das Frühstück im Hotel habe ich gleich gar nicht dazugebucht, somit lässt sich die Abmarschzeit flexibel halten. Und weil ich’s gefühlt ein bisschen eilig habe, starte ich gleich mal in die falsche Richtung los.

Nochmals über den Inn
Der Tradition des Bäckerschupfens frönten im Mittelalter wohl alle an einem Fluss gelegenen Städte.

Erneut überquere ich im Dunklen die Innbrücke nach von Neuhaus nach Schärding, auf dem österreichischen Ufer schwenke ich auf einen Treppelweg ein, der nun kilometerlang und kerzengerade dem Fluss folgt. Das Frühstück im ersten Ort, St. Florian, nachzuholen, wäre mein Plan – doch die 10A-Markierungen führen zielsicher daran vorbei.

Und die Orte zwei (Badhöring) und drei (Schnelldorf) sind zu klein, als dass dort Essbares feilgeboten würde.

Mit dem Lineal gezogen

In Schnelldorf ist es auch, wo der Weg das Innufer für längere Zeit verlässt und einen Bogen in den Lindetwald macht. Abwechslung, hurra! Danach, in Ort Nummer vier, habe ich Glück, ein geöffneter Bäcker in St. Marienkirchen bietet frisches Gebäck und heißen Kakao feil. Der tut gut, denn kalt ist es heute nämlich wieder draußen.

Zum Lindetwald
Im Lindetwald: Von rechts kommt man, nach links geht man.
Und schon wieder raus aus dem Wald

Dass ich mir die frühe Aufsteherei heute hätte sparen können, ist spätestens jetzt klar. Antiesenhofen ist schon recht nah, die Abfahrtszeit des angepeilten Zuges hingegen noch in ferner Zukunft. Vorerst marschiere ich aber mal vorwiegend auf der Straße nach Antiesenhofen. Auf einem Höhenrücken übrigens – ich würd’s ja nicht so bezeichnen, aber wenn es auf dem Wegweiser steht, wird es wohl stimmen…

Da steht’s, schwarz auf gelb!
Auf besagtem ‚Höhenrücken‘

Viel zu früh sitze ich also in Antiesenhofen im kleinen Bahnhofswarteraum und langweile mich (und kalt ist es auch, wenn auch weniger als draußen).

Und siehe da, es gibt in der Region gute Öffi-Verbindungen, mit ein wenig Beeilung sollten sich der Weitermarsch bis Obernberg am Inn und die Rückfahrt mit dem Bus zeitgerecht bis zu meinem Zug ausgehen.

Flotten Schrittes geht es (also eigentlich ich) also auf der Straße weiter nach Minaberg (hierher könnte die etwas südlicher verlaufende Route des Pilgerwegs Via Nova lohnender sein) und von dort weiter zum großen Stift Reichersberg.

Hinab von Reicherberg, es blinzelt das Stift durch
In den Auwald
„Auf eigene Gefahr“ – ich bin gespannt…
Wieder hin zum Fluss

Auf einem unvermutet steilen Weg geht es wieder zurück hinunter ans Innufer und nun auf feinen Wegen weiter nach Obernberg am Inn, hätte ich mehr Zeit, gäbe es knapp vor dem Ziel noch einmal ein sonniges Rastbankerl. Ich suche aber schnurstracks den schönen Marktplatz auf, und kann mich dort sogar noch ein paar Minuten umsehen.

Rastbank
Letzter Blick auf den Inn für diesmal
In Obernberg/Inn

Dann beginnt die lange Heimreise, ich werde aber bald wieder ins Innviertel zurückkommen!

Heimwärts geht’s!


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