Tag 1: Auf in den Urlaub! #ansmeer

Ans Meer soll unser Sommerurlaub 2022 gehen. Soweit nichts besonderes.

Nur ist es nicht der Urlaub der geht, sondern wir.

Das Projekt, quer durch Slowenien zu wandern, geistert schon mehrere Jahre durch unsere Köpfe, immer wieder „kam etwas dazwischen“. Mal wanderten wir doch woanderes, mal gar nicht.

In Strunjan an der Adriaküste steht am Fuße eines Wegweisers ein Stein mit der Aufschrift „E6 SLO“ und dieser Stein markiert den (seinerzeitigen) Endpunkt des Europäischen Fernwanderwegs E6, der irgendwo im hohen Norden (Finnland) beginnt und sich von Skandinavien durch Dänemark und Deutschland nach Österreich schlängelt.

Archivbild: da soll’s hingehen!

Dort folgt er erst dem Nordwaldkammweg, dann dem Nord-Süd-Weitwanderweg. In Eibiswald bzw. spätestens am Radlpass beginnt dann mit dem E6 SLO der slowenische Abschnitt, welcher über 300 Kilometer später bei dem erwähnten Stein am Meer endet. Und genau diesen E6 SLO wollen wir im Juli erwandern.

Und damit es uns heuer nicht wieder so geht wie in den Vorjahren, beschließen wir, bereits im Frühjahr Nägel mit Köpfen zu machen und in Tagesetappen von zu Hause bis an die österreichisch-slowenische Grenze zu wandern. Als kleines Vorprogramm quasi.

Hierfür bietet sich natürlich der Mariazellerweg an, mit seiner Nummer 06 ohnehin gut zum E6 passend. Allerdings ist uns der Mariazellerweg bereits gut bekannt und so werden wir – wo immer möglich und sinnvoll – eine Alternativroute suchen.

Und so stehen wir am Palmsonntag – wir schreiben den 10. April 2022 – vor unserer Haustüre und schließen selbige hinter uns zu.

Genaugenommen fangen wir hier schon zum Schummeln an. Das beim Abmarsch aufgenommene Startfoto gefällt uns nicht – dieses wurde am Abend nachgeholt… (Nicht im Bild aber hinter der Kamera: Werner, der uns heute begleitet)

Unser erster Wanderwegweiser hinter dem Schloss Eggenberg weiß noch gar nicht, dass dieser Weg ans Meer führen soll. Wir wandern langsam aufwärts, werfen den wohl letzten Blick zurück auf unsere Heimatstadt, dann heißt es nach vorne zu schauen. Aber selbst, wenn wir uns auf die Zehenspitzen stellen – vom Meer ist noch nichts zu sehen.

Ist dies der Weg zum Meer?

Im Gaisbergsattel verlassen wir erstmals den Mariazellerweg und umwandern den Kollerberg südlich auf kleinen, unmarkierten Waldwegen. Die Steinbergstraße geht’s dann stadtauswärt bis wir auf den Wanderweg 10 einbiegen, der uns bald zum „Attendorfer Rundwanderweg 41“ bringt, der uns durch den heutigen Tag führen wird.

Die erste Jause
Es ist Frühling
In der Mantscha

Förstlbach, Doblbach, Lonkesbach – wir sind keine 2 Stunden von zuhause weg und trotzdem schon in einer Gegend, wo uns die Flurnamen nur mehr wenig sagen. Jede dieser Bachquerungen bedeutet aber, dass es danach wieder aufwärts geht, um ins nächste Tal abzusteigen.

Eine der vielen Bachquerungen
Blick von Attendorf

Bei der Mannsberger Kapelle hätten wir gerne gerastet, nur hat man dort nicht an müde Wanderer gedacht und kein Bankerl aufgestellt (drinnen sitzen wollten wir bei dem schönen Wetter nicht).

Die banklose Kapelle

Für das letzte Wegstück des heutigen Tages wechseln wir wieder zurück auf den Mariazellerweg, denn der Wald nördlich von Söding ist uns in bester Erinnerung.

Jetzt wieder am Mariazellerweg
Zwischendurch betätigt sich Werner als Wegewart.

In Söding haben wir das Glück der Tüchtigen (eigentlich ist es das Pech des zuvor fehlenden Bankerls) und fallen wenige Minuten vor Küchenschluss im Ghf. Post ein, wo wir die Wartezeit auf den Zug zurück nach Hause bei Grillteller und Calamari überbrücken.



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3 thoughts on “Tag 1: Auf in den Urlaub! #ansmeer

  1. Prima, freue mich schon auf die weiteren Etappen – zur Lektüre, wenn ich selbst unterwegs nicht ganz ausgelastet bin 🙂

    Schöne Grüße aus dem Trentino,
    K2.

  2. Hi Gert, genau in der Gegend (Attendorf) war ich vor einer Woche cachend unterwegs. Und in einer Woche um die Zeit sitz ich schon im Zug nach Bad Hofgastein, um beim 02er weiterzuwandern.
    Grüß mir das Meer.
    Guten Weg
    Volker

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