Tag 17: Leider viel Asphalt #ansmeer

Heute gibt es einmal gar nicht so viel zu berichten, eine „Verbindungsetappe“ steht an. Am Abend werden wir sehr froh über den Entschluss sein, den Weg nach Stari Trg nicht gestern noch angehängt zu haben.

Nachdem wir ja gestern ein wenig die Nase über den Preis unserer Hütte gerümpft haben, versöhnt uns das Frühstück wieder ein wenig mit den Tarifen des Bloke-Glampings. Wir können gar nicht alles aufessen…

Wir starten um 9 Uhr (eine angenehme Abwechslung) und gehen die kurze Strecke nach Nova Vas, wo wir einen Stempel holen wollen. Doch das Lokal mit dem Stempel hat geschlossen, von außen ist nicht zu beurteilen, ob für immer. In der Nachbar-Gostilna holen wir einen Ersatzstempel (und auch gleich ein Eis).

Frische Fische gäbe es auch.

Die nächsten drei, vier Kilometer müssen wir nun flach auf einer kleinen Asphaltstraße wandern, immer geradeaus, ständig das Dorf Metulje vor Augen.

Dort geht es dann einen steilen, ausgewaschenen, steinigen Karrenweg nach oben. Immerhin Abwechslung zum Gehen auf Asphalt.

Dann folgt eine flache Forststraße, von der wir auf eines kleines Steiglein abzweigen. Leicht zu übersehen, obwohl eigentlich gut markiert. Ohne Karte wären wir vorbeimarschiert.

Nun das Highlight für heute, durch Wald und Wiese, oftmals sehr urig. Einmal macht uns eine Lichtung die Wegfindung schwer, bis wir die Markierung auf der anderen Seite finden.

Und: Zwischendurch sehen wir Spuren im hohen Gras. Es gibt sie also, die slowenischen Wanderer…

Ins Tal geht es dann leider wieder auf der Straße, 3.5 Kilometer nach Markovec und zwei weitere nach Stari Trg pri Ložu, unserem Etappenziel.

Heute ist uns das Stempelglück nicht hold: die Pizzeria-Gostilna-Kontrollstelle hat diese Woche Urlaub. Zaprto!

Somit fällt auch unser Mittagessen aus und bleibt es bei einem Getränk und einem Eis in der Bar nebenan. In einem kleinen Supermarkt erstehe ich somit ein Päckchen Nudeln plus Tomatensauce, die heute unser Abendessen werden.

Denn: Das Etappenziel ist nicht unser Tagesziel, wir haben ein Zimmer in einem Jugendgästehaus im Nachbarort Podcerkev gebucht und dort wird uns eine Gemeinschaftsküche zur Verfügung stehen.

Also kommen nochmal eineinhalb Kilometer plus 50 Höhenmeter dazu, letztere haben wir in der Karte gar nicht gesehen…

Auch wenn der Weg heute nicht so berauschend schön war, 17 Kilometer sind es dann doch auch geworden. Und wie gesagt: gut, dass wir das gestern nicht noch „drangehängt“ haben, das wäre nicht mehr lustig gewesen…

Das Quartier entpuppt sich als außerordentlicher Glücksgriff, wir haben wieder einmal sehr nette und hilfsbereite Gastgeber, die uns sogar das morgige Quartier telefonisch reservieren. 🙂



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