Tag 18: Quer durch den Karst #ansmeer

Gestern scheinen wir unser Asphaltkontingent aufgebraucht zu haben, heute sehen wir nämlich fast nichts davon. Kaum sind wir aus dem Ort draußen, wechseln wir auf einen Feldweg und wenige Minuten später sind wir wieder auf dem E6.

Unser erstes Ziel ist die Burg Snežnik. Auf dem Weg dorthin kommen wir bei einem kleinen Kirchlein vorbei. Und wenn bei einer Kirche ein Schnürl vom Kirchturm herunter hängt, muss daran gezogen werden. So will es das Gesetz. Somit wissen auch die Bewohner des kleinen Dorfes Šmarata dass wir da sind.

Bald erreichen wir die Burg, doch um diese Zeit ist sie noch nicht zu besichtigen und es gibt für uns nichts weiter zu tun als einen Stempel zu holen (diesen gibt es in einer Metallkassette an einer Informationstafel nahe der Burg).

Nun beginnt ein sehr verwachsener Aufstieg, der beim „Luisenstein“ und einem kleinen Rastplatz endet.

Der Wegverlauf des restlichen Tages teilt sich in geschotterte Forststraßen (um Strecke zu machen) und schmale Wege durch eine weite Karstlandschaft (um Zeit liegenzulassen). Lange wandern wir durch einsame Wälder. Ein paar Eindrücke:

Zwischendurch passieren wir einen alten Grenzstein, der die ehemalige Grenze zu Italien markiert. Passenderweise kommt genau dort die SMS-Nachricht, dass sich mein Handy ins kroatische Netz eingebucht hat – alles sehr nah beieinander hier…

Ein Stück ist uns in besonderer Erinnerung, dort wurde der Weg wohl einmal zur Holzbringung angelegt und dann sich selbst überlassen. Was an sich kein Nachteil ist, aber im hohen Gras des zugewachsenen Weges liegen viele lose Steine und man immer sehr genau schauen muss, wo man hinsteigt.

Mancherorts besteht der Weg auch nur aus den rot-gelben Markierungen an den Bäumen und Felsen, die wir auf dem letzten Kilometer dann auch noch verlieren. Da wir aber wissen, nach oben zu müssen, ist die Richtung klar und wir kommen dann auch beim Gasthof Mašun an – und genießen die ausgezeichnete Küche!

Die Bären dürften hier auch sehr zahlreich sein, denn sie haben sogar einen Platz auf der Speisekarte erobert…

Mašun ist für den E6 SLO übrigens ein historischer Ort, 1975 wurde er hier – damals natürlich noch als E6 YU – eröffnet.

Morgen steht dann mit dem Snežnik (Schneeberg, 1796 m) ein richtiger Berg auf dem Programm.



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