Tag 23: Olivenhaine, Weinstöcke & alte Dörfer #ansmeer

Wie schon gestern und vorgestern haben wir Glück mit unserem Gastgeber: Der Wirt scheint uns zwar kein Lunchpaket richten zu wollen, doch dafür stellt er uns lieber um 6:40 Uhr ein Frühstück auf den Tisch, damit wir um 7 Uhr losziehen können. Das ist uns natürlich auch recht…

Gleich gegenüber der Gostilna verschwindet der E6 auf einem unscheinbaren Pfad in den Wald. Wir landen jedoch bald auf einer Schotterstraße, die meist in der Nähe der Bahnlinie verläuft. Nach einer Weile überschreiten wir die Gleise und haben wieder einmal Blick aufs Meer und Koper.

Die Schotterstraße beginnt zu fallen und bringt uns hinunter in das Örtchen Podpeč. Auf einem schmalen Gässchen wandern wir zwischen alten Häusern hindurch, müssen aufpassen, eine Abzweigung nicht zu übersehen, die uns hinunter zu den nächsten Bahngleisen bringt.

Nach der Bahnunterführung geht es weiter abwärts auf einem alten und wohl nur selten benutzten Weg. Markierungen sind an den erforderlichen Stellen aber vorhanden.

Die haben wir heute auch nötig, denn wir sind mit zwei unterschiedlichen Karten unterwegs, die darauf verzeichneten Wegverläufe sind sich nicht immer einig. Ein wenig ändert sich auch die Vegetation, erstmals passieren wir Olivenhaine, ich nasche zwischendurch auch von Weinstöcken und Feigenbäumen.

Nach einer weiteren Bahnunterführung erreichen wir den Talboden und gehen auf der anderen Hangseite in den Ort Hrastovlje hinauf. Bei einer (geschlossenen) Gostilna machen wir Rast und stempeln wieder einmal unser Wanderbuch.

Von Hrastovlje wandern wir in ein langes Tal. Wird es am Anfang noch von den Bauern für die Zufahrt zu ihren Feldern benützt, wird der Weg immer schmaler und einsamer. Zwischendurch befinden wir uns auf einer Seehöhe von „nur“ 120 Metern, das Meer ist nun wirklich schon ganz nah.

Allerdings müssen wir anschließend wieder in die Ortschaft Kubed hinauf. Der Weg beginnt zu steigen, quert eine Straße und einem großen Bogen erreichen wir den Ort. Auf die Ortsbesichtigung (die Markierung verläuft in einer Schleife durch das Dörfchen) verzichten wir diesmal und gehen auf direkter Linie dorthin, wo der E6 den Ort wieder verlässt (die hiesige Stempelgostilna hat heute sowieso geschlossen, dieses Stempelfeld im Wanderpass bleibt also leer).

Ein steiler Waldweg bringt uns aus Kubed hinaus und wir gewinnen in kürzester Zeit wieder 150 Höhenmeter. Am Ende des Waldwegs haben wir bereits 14 Kilometer auf dem Tageskilometerzähler, Asphalt halben wir nur bei den Ortsdurchquerungen gesehen. Das ändert sich jetzt.

Wir müssen nun eine Weile auf einer breiteren Straße spazieren, es herrscht aber kaum Verkehr. Wir gelangen nach Dolani, wo wir unsere Hauptstraße wieder verlassen. Auf Feldwegen erklimmen wir die 305 Meter hohe Gipfelkuppe des Hrib, mit schönem Rückblick zum Slavnik. In die andere Richtung können wir bereits Marezige, unser Tagesziel erahnen.

Dorthin haben wir noch 2 bis 3 Kilometer auf der Straße zurückzulegen, bei Ankunft kehren wir gleich in der örtlichen Gostilna ein, da wir a) schon Hunger haben und b) ohnehin noch eine Stunde warten müssen, bis wir in unser Appartment einchecken können. Dieses liegt am anderen Ortsende, somit kürzen wir die morgige Etappe gleich noch um einen halben Kilometer…



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