Durch das Burgenland

Die Warte am Geschriebenstein, wie ich sie heute NICHT gesehen habe
Die Warte am Geschriebenstein, wie ich sie heute NICHT gesehen habe

Das Bild rechts zeigt die Warte am Geschriebenstein, mit 884 m Seehöhe immerhin der höchste Berg des Burgenlands. Diese Warte war das Ziel der heutigen Tour, doch leider bin ich an diesem Berg „gescheitert“ und habe es nicht auf den Gipfel geschafft.

In den Bergen herrscht Lawinenwarnstufe 3, somit wird eine Gegend ausgesucht, in der dieses Problem sicher nicht besteht – das Burgenland.

Um wieder einmal etwas Weitwanderluft zu schnuppern habe ich den Ostösterreichischen Grenzlandweg 07 ins Auge gefasst. Dieser versprach eine hügelige Wanderung bei frühlingshaften Temperaturen (und hielt sein Versprechen auch). Als „Höhepunkt“ am Ende der Wanderung war der Geschriebenstein vorgesehen, in dessen Nähe wir mein Auto parkten. Mit Werners Auto ging es dann in den kleinen Ort Punitz (nie gehört? Hat aber sogar einen kleinen Flugplatz!) wo wir den Weg in Angriff nahmen, immerhin 27 km Luftlinie von unserem Tagesziel entfernt.

Unsere Wegweiser
Unsere Wegweiser

Manchen muss man es halt verbieten...
Manchen muss man es halt verbieten…

Die Route verlief entlang dem 07er Weitwanderweg (gleichzeitig Burgenland-Weitwanderweg) wie folgt: Punitz – Hohensteinmaißberg – Kirchfidisch – Kohfidisch – Kleinscaterberg – Herrschaftswald – Eisenberg – Burg – Dürnbach i. B. – Rechnitz – Geschriebenstein.

Seltsame Dinge wachsen hier auf Bäumen - Plastikkugeln mit Korken
Seltsame Dinge wachsen hier auf Bäumen – Plastikkugeln mit Korken
Kellergasse am Kleinschaterberg mit entzückenden Kellerstöckln
Kellergasse am Kleinscaterberg mit entzückenden Kellerstöckln

Die Wanderung verlief durchaus abwechslungsreich, erst Wälder mit kleineren Hügel, wieder Wälder, dann größere Hügel. Abstieg nach Burg, dann über Felder und ein nicht endenwollendes Straßenstück nach Rechnitz, wo wir knapp nach Sonnenuntergang eintrafen.

Über weite Felder geht die Reise
Über weite Felder geht die Reise
Werner geht zu Boden
Werner geht zu Boden

Werner zeigte zwischendurch schon leichte Ermüdungserscheinungen und warf sich gelegentlich in die Wiese für ein kleines Nickerchen. Gelegentlich vorgeschlagene Abschneider schlug er jedoch aus.

In Rechnitz jedoch zogen ihn zuckerhältige Getränke und nahrhafte Speisen in ein Gasthaus und ich durfte den Aufstieg zum Geschriebenstein alleine vornehmen – was blieb mir auch anderes übrig, das Auto stand ja oben?

Ich versuchte zwar, so viel Weg wie möglich beim schwindenden Tageslicht hinter mich zu bringen, doch bald stand ich im Dunkeln – und die Stirnlampe, die war leider im Auto. Aus den geplanten 1:15 Std. Aufstieg wurden somit über 2 Std., zum Schluss ließ ich mich nur mehr vom GPS leiten, auch wenn dieses die meisten Forststraßen nicht kannte.

Schließlich wollte ich nicht über die Grenze nach Ungarn geraten und meine Version der AMAP stimmte nicht so ganz mit der Realität überein. Memo to self: Es ist Zeit für ein Update.

Meinen Plan, noch schöne Nachtaufnahmen von der Warte zu machen, verwarf ich zugunsten des direkten Wegs zum Auto, immerhin wurde ich einmal mit einem schönen Tiefblick auf das nächtliche Szombathely belohnt. Um 20:15 Uhr (Nach etwa 9 Std. für 43 km bei ca. 900 Hm) durfte ich mich dann wieder in mein Auto setzen, um Werner abzuholen, der inzwischen den ganzen Tratsch von Rechnitz über sich ergehen lassen musste.

Gescheiter wäre es wohl gewesen, den Weg in die umgekehrte Richtung zu gehen. Das hätte Höhenmeter gespart und der letzte Abschnitt wäre im Dunkeln wesentlich angenehmer gewesen, als der Geschriebenstein. Vor allem ohne Chance, sich versehentlich über den ehemaligen Eisernen Vorhang zu verirren.



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