Tscheppa & Tschauko: Feuchte Attraktionen im Süden Kärntens

Erinnern kann ich mich nicht. Aber ich weiß, dass ich vor vielen Jahren bereits hier war. Die kärntner Phonetik (damals hätte ich es plump ‚lustige Namen‘ genannt) von Tscheppaschlucht und Tschaukofall haben mich als Kind definitiv mehr fasziniert als deren Naturschönheiten.

Heute ist es genau umgekehrt. Eine Faulenzerwoche am Keutschacher See unterbrechen wir zugunsten dieser feuchten Wanderung, Klamm samt Wasserfall hüpfen somit auf unser Tagesprogramm.

Um vom Parkplatz zum Kassahäuschen der Klamm zu kommen ist ein längerer Abstieg vonnöten, einige werden im zu durchquerenden Kletterpark zusätzlich viel Zeit verlieren.

Doch wir bevorzugen das Gehen dem Klettern und erhalten gute Nachrichten gleich zu Beginn: In der einmal entrichteten Schluchtgebühr (der Alpenvereinsausweis bringt hier 2 Euro Ermäßigung ein)  ist auch der Abstieg inkludiert. So kann man sich anschließend an den kärnter Spezialitäten des Schluchtbüffets laben, hier dezent im Hintergrund versteckt.

Es bleibt zu hoffen, dass dieses auch gut mit Getränken ausgestattet ist, denn selbst frisches Quellwasser wird hier als nicht trinkbar deklariert. Den Selbstversuch, ob das Schild lediglich der Geschäftsförderung des Wirts dienen soll, habe ich übrigens ohne Komplikationen überlebt.

Die ersten Steiganlagen machen noch einen eher wackeligen Eindruck.

Dafür wird die Schlucht von Blick zu Blick attraktiver.

Langsam werden auch die verbauten Versicherungen massiver…

Was wohl seinen Grund im einstigen Fehltritt von von Ignaz Pollak hat. Halt dich fest, sei nicht wie Ignaz!

Es teilt sich der Weg, links ginge es in wenigen Minuten zum Ende der Klamm beim Gasthof Deutscher Peter. Rechts, und diesen Weg schlagen wir ein, wartet noch der Tschaukofall auf Besichtigung. Vorerst sehen wir aber nur ein fröhlich vor sich hin plätschenders Gebirgsbächlein.

Das massive Betonkontrukt gehört nicht zu den Steiganlagen der Tscheppaschlucht, da donnern die vierrädrigen Benützer der Loiblpassstraße drüber. Wir benutzen die vergleichsweise filigranen Brücken und Stege unterhalb.

Unter uns geht es weit hinunter.

Kleinere Wasserfälle werden aus sicherer Deckung bestaunt.

Bevor es über diese schaukelnde Hängebrücke geht.

Die Tafel vor Ort versichert uns, dass wir vor dem Tschaukofall stehen, doch eher wähnen wir uns in einem Südseeidyll. Lediglich einige Rum-Kokos-Kugeln naschende Bikinischönheiten im Vordergrund fehlen zum perfekten Tahiti-Werbeprospekt.

Dem Tschaukofall wenden wir den Rücken zu, um ihn durch ein Felsentour zu verlassen. Auf gemütlichen Steigen wandern wir bis zum Ende des Weges beim Gasthof zum Deutschen Peter.

Diesen haben wir letztes Jahr schon einmal besucht, auf unserer Wanderung am Südalpenweg. Linksabbieger können hier bis Bad Radkersburg weiterwandern, nach rechts ginge es nach Sillian.

Aber nichts von alledem steht heute auf dem Programm, selbst den Gratis-Abstieg zurück zum Schluchtbeginn schlagen wir aus. Wir nehmen einfach den Bus zurück zum Parkplatz, auch dieser ist im Eintrittsgeld inkludiert.

Apropos Parkplatz…

Wir wissen wo dein Auto steht!

Zumindest, wenn du am 23. Oktober 2011 genau hier geparkt hast. Dann findest du es unter diesem hübschen Kiesel, dessen sich der Berg an jenem Tag entledigt hat. Da wirst du einen guten Mechaniker brauchen…



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