GRAZ GEHT: 2 x 7 Wandertipps in und um die steirische Hauptstadt

Der Herbst, und damit die Zeit der Städtereisen naht. Auch unsere hübsche steirische Hauptstadt wird wieder viele Besucher bekommen.

Auch wenn die Grazer Innenstadt natürlich einiges zu bieten hat, werden nicht wenige Gäste einen Ausflug ins Grüne machen wollen, um die Natur zu Fuß entdecken. Dieser Artikel bietet 2 mal 7 Tipps für kurze und für lange Spaziergänge in und um die steirische Hauptstadt. Auch für Grazer/Steirer wird einiges dabei sein!

Schau rein, schnüre die Wanderschuhe und los geht’s!

Tipp #1: Zur Ruine Gösting

Für kleine und große Burgfräuleins und -herren. Über den Ruinenweg (Wanderweg 1) nähren wir uns erst steil, dann flacher der Burgruine Gösting. Bevor wir diese betreten machen wir einen kurzen Abstecher auf den Felsen des Jungfernsprungs, wo wir die Aussicht ins Murtal genießen.

Nach Besichtigung der Burgruine und Einkehr in der Taverne folgen wir dem Wanderweg 1 nach Norden bis in die Nähe des Frauenkogels. Wer die Kirche von Judendorf-Straßengel besichtigen will bleibt auf Weg 1, die Variante 1b nimmt eine direktere Route. Da der Rückweg nach Graz nicht besonders attraktiv ist, empfiehlt es sich vom Bahnhof Judendorf-Straßengel mit der S-Bahn (S1) nach Graz zurückzufahren.

Tipp: Vom Dach des Turmes (kostenlos zu besichtigen, Montags geschlossen) haben wir eine prachtvolle Aussicht auf Graz und Umgebung.

Zeitbedarf: Je nach Routenwahl 2 bis 4 Stunden.

Einkehrmöglichkeiten unterwegs: Burgtaverne Gösting, div. Gasthöfe in Judendorf-Straßengel.

Mit Öffis zum Startpunkt: Endstation Gösting der Buslinien 40 oder 85.

Tipp #2: Austein & Schlossberg

Den Schlossberg muss man nicht vorstellen, doch den Austein kennen – zumindest unter diesem Namen – nur die wenigesten Grazer. Als Grazer Kalvarienberg ist der zweite Innenstadtgipfel natürlich kein Unbekannter. Nachdem wir die dort Aussicht genossen haben, spazieren wir am Murufer flussabwärts unter Kalvarien- und Keplerbrücke hindurch bis wir über die Murinsel das linke (östliche) Murufer erreichen.

Etwas Alpinfeeling am Schlossberg

Am Schlossbergplatz beginnen wir den Aufstieg den Schlossberg. Der schönste Weg hinauf führt über den Jubiläums-Felsensteig (die Stufen hinauf, bei der ersten Gabelung links halten) auf den Gipfel in der Nähe des Hackher-Löwen. Wie eine Tafel informiert befinden wir uns nun 123 Meter über dem Hauptplatze und haben einen dementsprechenden Blick über die Stadt.

Tipp: Nachdem wir mit dem Uhrturm das Grazer Wahrzeichen besichtigt haben, nutzen wir den Schlossberglift um durch das Innere des Berges wieder zum Schlossbergplatz zu gelangen.

Zeitbedarf: 2 bis 3 Stunden.

Einkehrmöglichkeiten unterwegs: Cafe auf der Murinsel, Schloßbergrestaurant mit Biergarten, Starcke-Haus.

Mit Öffis zum Startpunkt: Buslinien 67, 67E, Haltestelle Schippingerstraße.

Tipp #3: Aussichtstürme auf der ‚Grazer Westkette‘

Der Wanderweg mit der Nummer 2 geht als echter Höhenweg durch. Zu Beginn wird mit dem Plabutsch der höchste Punkt der Stadt Graz angesteuert. Welchen besseren Aussichtspunkt auf die steiriche Hauptstadt könnte es geben?

Exakt 50 Stufen hoch: Die Rudolfswarte

Nun verläuft der Weg nach Süden, vorbei am Gaisberg zur Kirche St. Johann und Paul (Aussicht Nummer 2!). Eine dreiviertel Stunde weiter steht am Buchkogel mit der Rudolfswarte die dritte Möglichtkeit zur Verfügung, von erhöhter Position auf Graz hinunterzublicken. Unterwegs gibt es mehrmals die Option, den Weg zu verkürzen und nach Graz abzusteigen.

Tipp: Wenn’s ganz schnell gehen soll, dann beim Orthacker parken und nach einem Abstecher zur Rudolfswarte beim Buschenschank einkehren.

Zeitbedarf: Halber bis ganzer Tag.

Einkehrmöglichkeiten unterwegs: Bergheuriger Plabutsch, Gh. St. Johann & Paul, Buschenschank Orthacker.

Mit Öffis zum Startpunkt: Bus 40, 85, jeweils Endstation in Gösting.

Tipp #4: Klammwanderung in der Stadt

Dass es im Stadtgebiet von Graz eine richtige Klamm gibt, überrascht Besucher immer wieder. Die Rettenbachklamm ist zugegben klein, aber mehr als fein!

Egal ob mal nur eine Stunde unterwegs sein will oder mehr, sie kann auch der Ausgangspunkt für längere Wanderungen sein.

In der Rettenbachklamm

Entweder kehrt man am Ende der Klamm nach Mariatrost zur Endhaltestelle der Straßenbahnlinie 1 zurück oder marschiert am Wanderweg 85 zur Stefanienwarte auf der Platte und weiter nach Andritz.

Tipp: Besonders für Kinder geeignet ist dieses kleine Abenteuer!

Zeitbedarf: 1 bis 3 Stunden.

Einkehrmöglichkeiten unterwegs: keine.

Mit Öffis zum Startpunkt: Straßenbahn 1, Haltestelle Waldhof.

Tipp #5: Auf den Grazer Hausberg

Schon in die Kategorie ‚Ausflug‘ fällt ein Trip auf den Schöckl. Der Postbus bringt uns rasch in den Kurort St. Radegund am Fuße des Schöckls. Dort müssen wir uns entscheiden, ob wir die Seilbahn oder einen der zahlreichen Wanderwege auf den Gipfel nehmen. Oder als Kompromiss raufgondeln und hinunter wandern.

Die Schöcklseilbahn, der schnelle Weg aus dem Nebelmeer

Auf jeden Fall Pflicht ist ein Spaziergang über das Gipfelplateau sowie die Einkehr in einem der Gasthöfe und Hütten. An klaren (Winter-)Tagen reicht die Sicht bis zum Triglav in den Julischen Alpen.

Tipp: Im Winter eine großartige Möglichkeit dem Nebel zu entfliehen. Aber achtung: An Wochenenden sehr gut besucht!

Zeitbedarf: Halber bis ganzer Tag.

Einkehrmöglichkeiten unterwegs: Stubenberghaus, Halterhütte, Alpengasthof, s’Wirthaus und die Johann-Waller-Hütte.

Mit Öffis zum Startpunkt: Bus 250 ab Graz Jakominplatz nach St. Radegund. Von dort per Seilbahn auf den Gipfel.

Tipp #6: Pilger für einen Tag

Eine gipfelrast-Empfehlung ohne Weitwanderweg? Geht nicht. Der Mariazellerweg ist der traditionsreichste Pilgerweg der Steiermark und durchquert das Bundesland von Süd nach Nord. Auch wenn Graz-Besucher wohl nicht die Zeit für die ganze (immerhin 11 Tagesetappen umfassende) Strecke haben werden, der Abschnitt südwestlich von Graz garantiert einen schönen Wandertag.

Tipp: Wer es (etwas) kürzer mag, wählt die Variante zum Bahnhof Premstätten-Tobelbad.

Zeitbedarf: Ganzer Tag.

Einkehrmöglichkeiten unterwegs: Erst gegen Ende hin: Gh. Orthacker und St. Johann und Paul.

Mit Öffis zum Startpunkt: S-Bahn S7, Bahnhof Söding-Mooskirchen.

Tipp #7: Der Grazer Urwald

Ein echter Urwald, in Graz? Ja, das gibt’s! Dort wo sich heute der Grazer Urwald befindet, kultivierte man (im 19. Jhdt.) exotische Pflanzen in einer Baumschule – vom Mammutbaum bis zum Bambushain.

Sei umschlungen, Mammutbaum!

Als die Baumschule auf- und das Gelände sich selbt überlassen wurde entwicklelte sich hier einer ganz besonderer Wald. Heute gedeiht der Urwald unter Betreuung der Österreichischen Naturschutzjugend und ist für jedermann frei zugänglich!

Tipp: Jause mitbringen, einige Picknickmöglichkeiten sind vorhanden!

Zeitbedarf: 2 Stunden.

Einkehrmöglichkeiten: keine.

Mit Öffis zum Startpunkt: Haltestelle Sternäckerweg (Bus 72, 76U ab St. Peter Schulzentrum). Von dort durch den Wald hinauf zur Straße Messendorfberg, rechts erblicken wir bald die markanten Mammutbäume.

Darf’s ein bisserl mehr sein?

Du bist eine zweite Woche in Graz? Oder einfach auf der Suche nach längeren Wanderungen im Umland?

Auch damit kann ich dienen. Die folgende Aufstellung listet sieben weitere, mit der Bahn gut erreichbare, Wanderungen rund um Graz auf. Alle Touren sind bereits im Blog ausführlich beschrieben.

Geprüft und getestet!

Dieser Artikel entstand anlässlich eines Besuchs von Stefanie vom Gipfelglück-Blog in Graz. Welche meiner Wandertipps sie damals berücksichtigt hat und wie es ihr gefallen hat, könnt ihr hier nachlesen.



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